Umweltwirtschaft und Umweltforschung

Wirtschaftsfaktor Umwelt

Solare Kompetenz und Erneuerbare Energien

Mit die größten Erfolge, im ökonomischen wie im ökologischen Sinne, gelangen Freiburg bei der Erforschung und Vermarktung erneuerbarer Energien. Das zeigt schon ein fl üchtiger Blick auf das Stadtbild. Auf Fußballstadion, Messe und Rathaus, auf den Dächern von Schulen, Kirchen und Privathäusern, an Fassaden und Türmen und ja, auch auf der ehemaligen Mülldeponie: Solaranlagen so weit das Auge reicht. Schließlich ist Freiburg mit über 1.800 Sonnenscheinstunden pro Jahr eine der sonnenreichsten Städte in Deutschland, was nicht nur dem Tourismus förderlich ist. Hinzu kommen Wasserkraftanlagen in der Dreisam und Windräder auf den Höhen des Schwarzwalds sowie weitere Technologien wie etwa Biomasseanlagen.

Freiburger Mix

Aber es sind nicht nur die günstigen natürlichen Bedingungen: Es waren auch und vor allem Faktoren wie das hohe Umweltbewusstsein in der Bevölkerung, die politischen Prioritäten und eine gezielte Wirtschaftsförderung, die Freiburg zur Solar- und Umwelthauptstadt machten. Früher als anderswo erkannte man hier die Chancen der Sonnenenergie für Klimaschutz, Wirtschaft und Stadtentwicklung. Davon zeugen nicht nur vielbesuchte und preisgekrönte Pionierund Modellprojekte wie das erste energieautarke Solarhaus der Welt, das drehbare "Heliotrop", und die Solarsiedlung des Solararchitekten Rolf Disch, die Passivhäuser im Stadtteil Vauban, das erste Fußballstadion der Welt mit einer Solaranlage oder das weltweit erste Passivhochhaus.

Was Freiburg so besonders macht, ist der "Freiburger Mix", ein einzigartiges Zusammenspiel von politischen, wirtschaftlichen, geografischen und mentalitätsgeschichtlichen Faktoren. Seit 1986 unterstützt die Stadt den Ausbau der erneuerbaren Energien mit gezielter Projektförderung, eigenen Dachfl ächen für Solaranlagen und Informationskampagnen zu Themen wie Klimaschutz und Energieeffi zienz.

Hier ergänzen sich Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft und arbeiten Hand in Hand für technische Innovationen, qualifiziertes Wachstum und eine zukunftsfähige Region.

Energiewende für alle

Der regionale Energie- und Umweltdienstleister Badenova treibt seit Jahren die Energiewende voran. Der Mittelständler setzt in seiner Strategie auf einen Mix an Maßnahmen und versteht sich als "Energiebündnis der Region".

Einige Beispiele: Der Zubau erneuerbarer Energien wird mit dem Regiostrom-Fonds gefördert – seit 1999 wurden so über 2.700 private Solaranlagen, 37 Wasserkraftwerke und sieben Biomasseanlagen unterstützt. Der Fonds wird durch Kunden finanziert, die "regiostrom aktiv" beziehen. Standardmäßig versorgt badenova alle Privatkunden mit Ökostrom. Mit dem Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz unterstützt das Unternehmen zudem Pilotprojekte, die wegen fehlender Wirtschaftlichkeit sonst nicht realisiert werden könnten. Seit Gründung fließen jährlich drei Prozent des Gewinns (ca. 1,8 Mio. Euro) in diesen Fonds. Badenova investiert in den Ausbau der Solarenergie, Windenergie sowie den Bereich Biogas – denn ohne einen breiten Energie-Mix gibt es keine Energiewende.

www.badenova.de


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