Friedhofsverwaltung

Friedhöfe mit Bestattungsdienst (EBF)
Friedhöfe mit Bestattungsdienst (EBF)
Friedhofstraße 8
79106 Freiburg
Telefon (07 61) 2 01-66 02
Fax (07 61) 2 01-66 99

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag 08:00 - 16:00 Uhr


Grabmalgenehmigung

Allgemeines

Grabmale, Einfassungen und sonstige bauliche Anlagen auf oder unter der Graboberfläche dürfen nur mit vorheriger Genehmigung der Friedhofsverwaltung errichtet, angebracht, verändert oder versetzt werden. Die Aufstellung eines vorläufigen Grabzeichens aus Holz bedarf keiner Genehmigung.

Die Genehmigung ist schriftlich zu beantragen. Der von der Antragstellerin bzw. dem Antragsteller und der Herstellerin bzw. dem Hersteller unterschriebene Antrag muss genaue Angaben über Größe, Art, Werkstoff, Farbton und Oberflächenbehandlung, über Inhalt, Form und Anordnung der Schrift sowie etwaige bildliche Darstellungen oder Symbole enthalten. Dem Antrag ist eine Zeichnung in zweifacher Fertigung im Maßstab 1:10 beizufügen. Aus den Zeichnungen müssen außer Grund-, Aufstrich- und Seitenriss alle Einzelheiten des Grabmals ersichtlich sein. Besondere Zeichnungen oder Modelle in größerem Maßstab oder natürlicher Größe können verlangt werden. Die Genehmigung kann von der Vorlage eines statischen Nachweises abhängig gemacht werden. Die Genehmigung erlischt, wenn nicht innerhalb eines Jahres mit der Erstellung des Grabmales begonnen worden ist. Werden Grabmale, Einfassungen oder sonstige bauliche Anlagen ohne Genehmigung oder abweichend von der Genehmigung errichtet, kann die bzw. der Verfügungs­berechtigte oder die beauftragte Unternehmerin bzw. der beauftragte Unternehmer unter angemessener Fristsetzung zur Entfernung oder Änderung schriftlich aufgefordert werden, wenn eine Genehmigung nach dieser Satzung nicht erteilt werden kann. Nach erfolglosem Ablauf der Frist kann die Entfernung oder Änderung auf Kosten und Gefahr der bzw. des Verpflichteten vorgenommen werden.

Standsicherheit, Unterhaltung

Grabmale und Steineinfassungen sind ihrer Größe entsprechend nach den Vorgaben der jeweils aktuellen Fassung der Technischen Anleitung zur Standsicherheit von Grabanlagen der Deutschen Natursteinakademie zu fundamentieren und so zu befestigen, dass sie dauernd standsicher sind und auch beim Öffnen benachbarter Gräber weder umstürzen noch sich senken können. Die Fundamente dürfen weder auf Nachbargräber noch auf Friedhofswege übergreifen. Stein, Sockel und Fundament sind ihrer Größe entsprechend miteinander zu verdübeln.

Die Anleitung ist erhältlich bei der Deutschen Natursteinakademie e.V., Gerberstraße 1, 56727 Mayen. Sie ist im Internet als PDF verfügbar auf www.denak.de und kann beim Eigenbetrieb Friedhöfe bei Bedarf kostenfrei eingesehen werden. Grabmale und sonstige bauliche Anlagen sind dauernd in verkehrssicherem Zustand zu halten. Nicht standsichere Grabmale oder Zubehör hat die bzw. der Verfügungsberechtigte durch einen zu dieser Verrichtung befähigte sachverständige Person standsicher befestigen zu lassen. Grabmale, die umzustürzen drohen oder wesentliche Anzeichen des Verfalls aufweisen, können auf Kosten der bzw. des Verfügungsberechtigten entfernt werden. Bei Gefahr in Verzug können solche Grabmale umgelegt oder anderweitig auf Kosten der bzw. des Verfügungsberechtigten abgesichert werden. Die Wiederherstellung des ordnungsgemäßen Zustandes obliegt der bzw. dem Verfügungsberechtigten. Wird der ordnungswidrige Zustand trotz schriftlicher Aufforderung der Friedhofsverwaltung nicht innerhalb einer jeweils festzusetzenden angemessenen Frist beseitigt, ist die Friedhofsverwaltung berechtigt, dies auf Kosten der bzw. des Verantwortlichen zu tun oder das Grabmal, die sonstige bauliche Anlage oder Teile davon zu entfernen. Die Friedhofsverwaltung ist nicht verpflichtet, diese Gegenstände aufzubewahren.

Gestaltung von Grabmalen

Jedes Grabmal muss in Form und Werkstoff gut gestaltet sein. Zugelassen sind wetterbeständige Werkstoffe wie Stein, Holz oder Metall sowie unbehauene Steine (Findlinge), nicht jedoch Kunststoff oder ähnliches Material. Benachbarte und zueinander in Beziehung tretende Grabmale sind nach Größe, Form, Werkstoff und Werkstoffbehandlung aufeinander abzustimmen. Bei einem Grabmal aus Stein soll der Sockel aus dem gleichen Werkstoff angefertigt sein.

Inschriften und Symbole

Die Schrift ist in Form, Größe und Anordnung dem Grabmal anzupassen. Schriften und Symbole dürfen weder die Grabstätte selbst noch das Gesamtbild des Friedhofes stören.
Die Anbringung von Inschriften und Symbolen sowie die bildlichen Darstellungen, die die Würde der Toten oder die Gefühle der Friedhofsbesucherinnen bzw. Friedhofsbesucher verletzen können, ist unzulässig. Grabmale sollen mit einem unauffälligen Kennzeichen der Herstellerin bzw. des Herstellers versehen werden. Dieses darf nicht höher als 20 cm über dem Erdboden und nicht an der Vorderseite angebracht sein.

Entfernen von Grabmalen

Grabmale und sonstige bauliche Anlagen dürfen vor Ablauf der Ruhezeit oder des Ablaufs des Nutzungsrechtes nur mit vorheriger Genehmigung der Friedhofsverwaltung von der Grabstätte entfernt werden.

Hinweise für den Planer und Grabmalersteller

Die Grabmalanlage ist entsprechend der TA Grabmal in ihrer aktuell gültigen Fasssung zu planen und auszuführen. Der Ersteller der Grabmalanlage ist verpflichtet, nach 6 Wochen die Dokumentation der Abnahmeprüfung (Last-Zeit-Diagramm) vorzulegen. Erfolgt diese Vorlage nicht, wird zu Lasten des/der Nutzungsberechtigten (100 Euro) die Durchführung der Abnahmeprüfung an einen Sachkundigen vergeben. Die Ausführungsbestätigung ist 14 Tage nach Fertigstellung der Grabanlage bei der Friedhofsverwaltung einzureichen. Die Unterlagen werden auf Vollständigkeit geprüft. Für die ausreichende Dimensionierung (z. B. Dübel und Fundament) ist der Planer und Ersteller der Grabanlage verantwortlich. Von allen sicherheitsrelevanten Bauteilen werden beim Antrag detaillierte Angaben verlangt. Die Gartenbau-Berufsgenossenschaft fordert die Kenntlichmachung mit einem Warnhinweis und die Absicherung des Grabmals bis zur Abnahmeprüfung. Bitte Skizze in doppelter Fertigung (Maßstab 1:10) sowie ein Zertifikat bzw. einen Nachweis über die Herkunft des verwendeten Steins gem. § 22 Abs. 6 der Friedhofssatzung der Stadt Freiburg i. Br. beifügen.