Berechnungen und Ergebnisse

An dieser Stelle erhalten Sie Informationen zur Interpretation der Ergebnisse der Analyse.

Die Ergebnisse der nachfolgenden Analyse beziehen sich auf Photovoltaikanlagen zur Gewinnung von elektrischer Energie. Für Photovoltaik geeignete Dächer sind in der Regel auch für Thermieanlagen gut geeignet. In der Studie wurden nur Dächer berücksichtigt, welche eine Fläche von 15m² aufweisen. Für eine Thermieanlage kann auch eine kleinere Dachfläche als 15m² interessant sein. Prüfen Sie mit Ihrem Installateur Ihr Dach. (Der Weg zu meiner Thermieanlage)

Wie funktioniert das Analyseverfahren?

Die Solar-Potenzial-Analyse ist ein auf Geobasisdaten basierendes Analyseverfahren mit dem es möglich ist, großflächig solare Potenziale von Hausdächern zu erfassen. Dabei werden Größe, Ausrichtung, Neigung und Abschattungseffekte errechnet und anhand einer Musteranlage für Photovoltaik die Werte Ertrag und CO2-Ersparnis abgeschätzt.

Bei den aus der Solar-Potenzial-Analyse gewonnenen Daten handelt es sich um Modellergebnisse und nicht um exakte Messdaten. Die errechneten Werte können von denen der letztendlich installierten Anlage aufgrund unterschiedlicher Spezifikationen abweichen. (Haftungshinweis)

Interpretation der Ergebnisse

Klassifizierung der Ergebnisse

Klassifizierung Merkmal Erläuterung

  

Untersuchtes Gebäude Gebäudegrundriss ≥ 50 m²
zusammenhängende geeignete Flächen ≥ 15 m²

Sehr gut geeignete Dachfläche zusammenhängende geeignete Flächen ≥ 15 m²
Optimale Ausrichtung der Dachfläche
Keine / sehr wenige Verluste durch Ausrichtung, Neigung und Abschattungseffekte

Gut geeignete Dachfläche zusammenhängende geeignete Flächen ≥ 15 m²
Geeignete Ausrichtung der Dachfläche
Wenige Verluste durch Ausrichtung, Neigung und Abschattungseffekte

Vor Ort zu prüfen zusammenhängende Flächen ≥ 15 m²
Erhöhte Verluste durch Ausrichtung, Neigung und Abschattungseffekte
Unzureichende Datengrundlage
Störfaktoren auf dem Dach

Abbildung 1: Ergebnisklassifizierung

Ausrichtung

Die optimale Ausrichtung der Kollektoren ist Süd (180° Abweichung von Nord). Bei zunehmender Abweichung von der Ausrichtung Süd nimmt die Effizienz einer PV-Anlage ab (vgl. Tabelle 1).

Die Ausrichtung der Dachflächen wird in 8 Klassen unterteilt:
1. West  (265° - 275° Abweichung von Nord)
2. West - Südwest (226° - 264° Abweichung von Nord)
3. Süd - Südwest (186° - 225° Abweichung von Nord)
4. Süd (175° - 185° Abweichung von Nord)
5. Süd - Südost (136° - 174° Abweichung von Nord)
6. Ost - Südost (96° - 135° Abweichung von Nord)
7. Ost (85° - 95° Abweichung von Nord)
8. NULL (Flachdach)


Abbildung 2: Ausrichtungskreis

Neigung

Die optimale Neigung der Kollektoren liegt bei circa 30°. Bei zunehmender Abweichung von dieser Neigung nimmt die Effizienz einer PV-Anlage ab (vgl. Tabelle 1).

Dachfläche

Für die Berechnung der effektiv nutzbaren Dachfläche wird ein Puffer von 50 cm zum Dachrand abgezogen. Dieser begründet sich durch die Tatsache, dass Module nicht bis zum äußersten Rand der Dachfläche verlegt werden können. Die Geometrie der Module wird außer Acht gelassen.

Abschattung

Bei der Solar-Potenzial-Analyse werden auch Abschattungseffekte durch größere Objekte, wie beispielsweise große Gebäude in der näheren Umgebung, und der Geländetopologie (beispielsweise in Tallagen) berücksichtigt. Abschattungseffekte durch kleinere Objekte  (einzelne Bäume, Masten, Antennen etc.) sind aufgrund der Berechnung zugrundeliegenden Daten nicht berücksichtigt.

Reduzierte Einstrahlung

Grundlage für die Bestimmung der räumlichen Verteilung der Globalstrahlung (= solare Einstrahlung auf der Erde) bilden die im Strahlungsmessnetz des Deutschen Wetterdienstes im Zeitraum von 1981 bis 2000 gewonnenen Daten. Von diesem Grundlagenwert (dieser liegt in Freiburg bei circa 1140 (kWh/m²)/a) werden Effizienzverluste durch Ausrichtung, Neigung und Abschattungseffekte abgezogen. Durch optimale Ausrichtung und Neigung der Module können auch höhere Werte erzielt werden (vgl. Tabelle 1).

Kilowatt Peak

Die Größe einer Anlage wird in Kilowatt Peak (kWp) gemessen. Die Kilowatt Peak Größe errechnet sich aus Fläche und Leistung der Module sowie der zu bestückenden Fläche. Eine gut installierte Anlage erzeugt pro Kilowatt-Peak circa 1000 Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Ertrag

Der potenzielle Ertrag pro Jahr wird aus der errechneten Fläche, Effizienzverluste durch Ausrichtung, Neigung und Abschattungseffekten basierend auf einer Musteranlage (siehe Musteranlage) abgeschätzt.
Bei Flachdächern wird in der Berechnung davon ausgegangen, dass die Module nach Süden ausgerichtet und mit einem Winkel von 30° aufgeständert werden. Um eine gegenseitige Abschattung der Module zu verhindern wird circa 2,5 mal soviel Fläche pro Kilowatt-Peak im Vergleich zu einer geneigten Dachfläche benötigt.

CO2-Ersparnis

Der Wert für die CO2-Ersparnis errechnet sich aus dem abgeschätzten Jahresertrag. Für jede erzeugte Kilowattstunde Strom wird eine CO2-Ersparnis von 560 Gramm pro Kilowattstunde Strom (g/kWh) (Quelle: IFEU Institut Heidelberg, GEMIS-Datenbank) angenommen. Die CO2-Emmisionen, die zur Herstellung der Module entstanden sind, wurden bereits abgezogen.

Für Ihr Gebäude liegt kein Ergebnis vor?

Dies kann verschiedene Gründe haben:

  • Für Ihr Gebäude liegen keine Geobasisdaten vor. Dies kann sein wenn Ihr Haus relativ neu erbaut ist. Grund hierfür ist die unterschiedliche Aktualität (2003-2007) der verschiedenen Geobasisdaten die der Analyse zugrunde lagen.
  • Die Analyse hat auf Ihrem Dach keine zusammenhängende Dachfläche > 15 m² erkannt. Dies liegt meist an Störfaktoren wie beispielsweise Schornsteinen, Antennen, Dachgauben oder sonstigen Dachaufbauten.
  • Der Gebäudeeigentümer hat der Veröffentlichung der Gebäudedaten im Kartendienst widersprochen.

Musteranlage

Die Werte für Ertrag und CO2-Ersparnis wurden anhand folgender Photovoltaik-Musteranlage errechnet:

Benötigte Dachfläche pro Kilowatt-Peak 7,55 m²
Modulwirkungsgrad 13,22 %
Performance Ratio 80 %

Tabelle "Relative Einstrahlungssummen":

Neigung
90 vertikal 79 79 79 78 76 72 68 61 54 47 41 37 36
80   91 91 90 89 85 80 74 67 59 52 44 39 38
70   100 100 98 95 92 87 80 72 64 55 48 43 40
60   107 107 106 102 98 93 85 78 69 61 53 47 45
50   113 111 110 107 102 97 90 83 75 66 59 54 53
40   115 114 113 109 106 100 94 87 79 72 67 63 63
30 optimal 115 114 113 110 107 102 97 91 85 79 76 74 72
20   113 111 110 109 106 102 99 95 91 87 85 83 83
10   108 107 107 106 103 102 100 98 97 94 93 92 92
0 horizontal 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100
    Süd           Ost/West           Nord
Richtung   0 15 30 45 60 75 90 105 120 135 150 165 180

Tabelle 1: Relative Einstrahlungssummen in Prozent für das ganze Jahr (globale Einstrahlung auf die horizontale Fläche (1140 kWh/m²a gleich 100% gesetzt) Quelle: Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE


Haftungshinweis

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei den Ergebnissen der Analyse um Modellrechnungen sowie – ergebnisse und nicht um exakte Messdaten und Schlussfolgerungen handelt. Die Modellrechnungen und - ergebnisse unterliegen insbesondere der Beeinflussung von bspw. Dachgauben, Schornsteine, Satellitenschüsseln, Antennen, Lüftungsschächte, Dachfenster, etc. Es können sich daher aus den täglichen Gegenbenheiten, etwaigen baulichen Störfaktoren und sonstigen Faktoren Abweichungen ergeben.

Die Analysedaten dienen der Information. Eine Weiterverwendung für weitere Berechnungen z. B. zur Effizienz, oder für Verfahren z. B. Genehmigungsverfahren, statische Berechnungen, etc.  erfolgt daher auf eigene Gefahr.

Aus o.g. Gründen kann die Stadt Freiburg im Breisgau keine Gewähr und Haftung für die Genauigkeit der Analyse übernehmen. Sie schließt jegliche Haftung gleich aus welchem Grund für Sach- und Vermögensschäden aus, es sei denn, es liegt grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz vor.

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