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Altes Rathaus

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Bereits zu Ende des 13. Jahrhunderts erwarb die Stadt ein Haus am Franziskanerplatz, um dort die Arbeitsräume des Stadtschreibers einzurichten. Seit 1559 fand die neue Kanzlei hier ihren Platz.  Der langgestreckte Baukörper des "Alten Rathauses" mit asymmetischer Anordnung der Achsen lässt noch gut den Kernbau von 1557/59 erkennen, dessen Brandmauern mit Treppengiebeln die Dachfläche durchstoßen. Drei Portale öffnen sich im Erdgeschoss. Renaissanceformen zeigt das 1558 datierte Hauptportal mit pilastergetragener Attika. Dort halten zwei Löwen das Stadtwappen und den Bindenschild von Österreich. Säulen tragen den Überbau des großen Bogens, der ursprünglich ebenfalls ein Portal rahmte. Hier befand sich eine Durchfahrt zum Rathaushof. Seit 2002 umrahmt der Renaissance-Bogen wieder den Haupteingang des Rathauses.

Beim Brand des alten Rathauses im November 1944 blieben nur die Außenmauern stehen. Im Zuge des Wiederaufbaus wurde das Gebäude um drei neue Flügel an der Merianstraße, entlang der Gauchstraße und zwischen Gauch- und Turmstraße erweitert. Der heutige in seiner Geschossteilung am alten Rathaus orientierte Bau, ist in klaren sachlichen Formen ausgebildet und typisch für die Neubauten der 50er Jahre.

Die Restaurierungsarbeiten an den Fassaden und Dächern der Historischen Rathäuser sowie die Umgestaltung der Rathaus-Information konnten nur durch Spenden vieler Freiburger Bürgerinnen und Bürger realisiert werden. Unter Einbeziehung engagierter Bürgerinnen und Bürger und Unterstützung aus der Wirtschaft gelang es dem "Kuratorium Rathaus 2000" unter Vorsitz von Altstadtrat Eugen Martin gelungen, Spenden für die Sanierung in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro zusammenzutragen.

Den wiederaufgerichteten Giebel schmücken die Wappen von Österreich und Freiburg, Niederösterreich und Oberelsass. Über der Uhr erscheint der Doppeladler des Heiligen Römischen Reiches mit den Wappen Ungarns und Böhmens unter dem Herzschild mit Österreich und Kastilien. Wiederhergestellt wurde auch der schmiedeeiserne Glockenträger. Die Fassaden sind heute einheitlich sandsteinrot gefasst. Akzente setzen die farbiggetönten Portale und die bemalten und vergoldeten Fensterrahmen und Gesimse.

Im Zuge der Restaurierung und Neugestaltung des Rathauses zwischen 1999 und 2002 konnte nicht nur Eingangsbereich neu gestaltet werden. Die historische Eingangshalle, die nach den Kriegszerstörungen 1944 beim Wiederaufbau verkleinert worden war, präsentiert sich nun wieder in ihrer ursprünglichen offenen und weiten Form. In die Haupthalle des neuen Infocenters gelangen Besucherinnen und Besucher durch einen Rundbogen über wieder freigelegtes historisches Kopfsteinpflaster aus dem Mittelalter.

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