Freiburg ist Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010

Freiburg hat den Titel „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010“ gewonnen und ist damit auch Gesamtsieger des Wettbewerbs der Deutschen Umwelthilfe. Oberbürgermeister Dieter Salomon und Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik nahmen den ersten Preis in Berlin im Rahmen einer Feier entgegen.

„Die Auszeichnung ist das Ergebnis des jahrelangen intensiven und vielschichtigen Engagements der Stadt und auch vieler Freiburgerinnen und Freiburger für den Klimaschutz“, freut sich Oberbürgermeister Dieter Salomon. „Und er ist eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Preis ist nicht zuletzt auch Ansporn, uns weiter zu engagieren!“

Die Deutschen Umwelthilfe (DUH) rief zu dem bundesweiten Wettbewerb auf, in dem Städte und Gemeinden ihre Aktivitäten im Bereich Klimaschutz präsentieren konnten. Neben dem Titelgewinn bekommt Freiburg zusätzlich einen Sachpreis, eine 30 kW-Photovoltaikanlage; ein geeigneter Standort dafür wird momentan von der Verwaltung gesucht. Die Erlöse aus der Einspeisevergütung der neuen Photovoltaikanlage werden wiederum dem lokalen Klimaschutz zugute kommen.

Insgesamt haben 73 Städte und Gemeinden in sechs ausgewählten Bereichen ihre Klimaschutzkonzepte vorgestellt. Neben Themen wie Energiesparen, Energieerzeugung, Verkehr sowie Öffentlichkeitsarbeit und Finanzierung lag der Wettbewerbsschwerpunkt im Bereich Green IT, energiesparende und energieeffiziente Informations- und Kommunikationstechnik. an dem aufwändigen Wettbewerb mit mehreren hundert Fragen teilgenommen. Freiburg gewann die Kategorie „Über 100.000 Einwohner“ vor Frankfurt am Main und Heidelberg.

Über 100 Projekte werden derzeit von der Stadtverwaltung und ihren Gesellschaften für den kommunalen Klimaschutz umgesetzt. Bausteine des städtischen Klimaschutzkonzeptes sind unter anderem Energiekonzepte für neue Baugebiete unter Berücksichtigung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), das Förderprogramm „Energieeffizientes Sanieren“, die Förderung von Solaranlagen durch das Projekt „FREESUN“, der öffentlicher Nahverkehr und der Fuß- und Radverkehr. Diese Projekte tragen dazu bei, das Ziel bis 2030 die CO2-Emissionen um 40 Prozent zu reduzieren, erreichen zu können.

„Klimaschutz ist weit mehr als die Förderung regenerativer Energien! Energieeinsparung und Energieeffizienz sind die beiden anderen wichtigen Handlungsfelder. Nur in diesem Dreiklang ist kommunaler Klimaschutz wirksam. Unser ambitioniertes Klimaschutzziel wird zu schaffen sein, aber es ist noch ein weiter Weg und wir kennen auch die Hürden“, erläutert Oberbürgermeister Dieter Salomon. „Die jahrelange restriktive Haltung der Landesregierung bei der Windkraft hat uns die Suche nach neuen Standorten sehr erschwert. Was uns aber nicht davon abhält, unsere Möglichkeiten so weit wie möglich auszuloten“, so Salomon weiter. Und Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik ergänzt: „Gerade im Klimaschutz haben Städte und Kommunen einen größeren Handlungsspielraum als die nationale Klimaschutzpolitik. Das hat die Stadt Freiburg schon früh erkannt und für sich vorbildlich genutzt. Das Thema Klimaschutz ist in Freiburg als Querschnittsaufgabe etabliert.“

Mit der Verleihung des Preises „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010“ wird Freiburgs außerordentliches Engagement, welches in Zukunft noch weiter ausgebaut werden soll, bundesweit gewürdigt und anerkannt. Diese Ehre gebührt allen Handlungsträgern im kommunalen Klimaschutz in Freiburg.

Weiterführende Links
www.freiburg.de/freesun
www.freiburg.de/waermeschutz

Veröffentlicht am 26.10.2010

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