Amtsblatt: Nachhaltigkeit als Richtschnur

OB richtet Stabsstelle zum „Nachhaltigkeitsmanagement“ ein

Nachhaltigkeit als Richtschnur von Politik und Verwaltung soll einen größeren Stellenwert im Rathaus gewinnen und zu einer Querschnittsaufgabe für alle Ämter werden. Dazu hat Oberbürgermeister Dieter Salomon zum Jahresbeginn 2011 eine Stabstelle „Nachhaltigkeitsmanagement“ eingerichtet.

Die Politikwissenschaftlerin Steffi Kamp (43), bisher stellvertretende Leiterin der Projektgruppe Verwaltungsreform und davor im Baudezernat tätig, hat dazu jetzt ein erstes Konzept im Nachhaltigkeitsrat vorgestellt. Vorrangiges Ziel, so Oberbürgermeister Salomon in der Sitzung des Gremiums: „Wir wollen in der Bürgerschaft und bei allen Akteuren an konkreten Beispielen sichtbar machen, was nachhaltige Entwicklung bedeutet.“ 

In einer ersten Umsetzungsstufe sollen die Nachhaltigkeitsziele für verschiedene Themenfelder definiert und in konkrete Projekte umgesetzt werden. Vorgeschaltet wird eine gründliche Bestandsaufnahme dessen, was bereits in vielen Ämtern, sowie in den Gremien geleistet worden ist. Mit der Stabstelle Nachhaltigkeitsmanagement will das Rathaus auch heute noch parallel arbeitende Gremien besser verzahnen und stärken.

So soll der heutige Agenda-Ausschuss in den städtischen Nachhaltigkeitsrat integriert werden, ein weiteres Szenario sieht bei Bedarf die Bildung thematischer Fachausschüsse vor, der bei Bedarf auch thematische Fachausschüsse bilden kann, um einzelne Themen vertieft zu bearbeiten. Damit, so hofft Salomon, kann auch eine größere Akzeptanz und Unterstützung in der Bürgerschaft für nachhaltige Projekte erreicht werden. Wie die Struktur und Zusammensetzung sowie der Aufgabenkatalog des Nachhaltigkeitsrats künftig im Detail aussehen, soll nach der Sommerpause entschieden werden.

Bekräftigt sieht sich die Verwaltung durch eine Bewertung des Hochschullehrers Harald Heinrichs, der an der Universität Leuphana in Lüneburg eine Professur für nachhalte Politik inne hat. Heinrichs referierte vor dem Freiburger Nachhaltigkeitsrat über den aktuellen Diskussionsstand in Kommunen und in der Wirtschaft, wo die Implementierung von nachhaltigen Entwicklungszielen weiter voran geschritten ist, als in den meisten Rathäusern. „So wie die Industrie mit ‚grünen Produkten’, so muss sich auch die Politik daran messen lassen, wie glaubwürdig und beweisbar sie Nachhaltigkeit als Leitlinie in konkretes Handeln umsetzt“, prophezeite der Hochschullehrer. 

Künftig will die Stadt verstärkt wissenschaftlichen Sachverstand zu Rate ziehen, kündigte der Oberbürgermeister an. Deshalb haben Salomon und sein Lüneburger Kollege Ulrich Mädge (SPD) mit der Universität Lüneburg und dem „Institut für den öffentlichen Sektor“ der Beratungsgesellschaft KPMG (Berlin) ein kommunales Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk ins Leben gerufen.

Veröffentlicht am 16.06.2011

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