Einzug im Januar

​​Neues Wohnheim an der Hammerschmiedstraße

Bunte Tupfer bei grauem Himmel: Der Neubau des Wohnheims in der Hammerschmiedstraße soll im Januar bezogen werden. Es sollen dort vor allem Familien unterkommen. Foto: A.J. Schmidt

Für 10 Jahre waren sie gedacht, über 25 Jahre wurden sie genutzt: Die Behelfsgebäude des Flüchtlingswohnheims an der Hammerschmiedstraße. Jetzt hat die Freiburger Stadtbau den ersten Bauabschnitt des Neubaus auf der gegenüberliegenden Seite fertig. Im Januar ziehen hier 102 Menschen ein.

Als Anfang der 1990er Jahre viele Menschen vor dem Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien flohen und nach Deutschland kamen, baute die Stadt in großer Not und Eile ein behelfsmäßiges Wohnheim am Rand des Mösleparks. Die Mängel dort waren schon lange bekannt und unübersehbar, doch erst jetzt sorgt der von der Freiburger Stadtbau erstellte Neubau für Abhilfe. Insgesamt entstehen auf dem 8800 Quadratmeter großen Areal 48 Wohneinheiten für maximal 300 geflüchtete Personen. Dazu kommen in einem dritten Bauabschnitt noch 75 Unterkünfte für Studierende, womit das mittlerweile ausgelaufene Modellprojekt in Zähringen eine dauerhafte Fortsetzung erfährt.

Im jetzt fertig gestellten ersten Bauabschnitt mit 1300 Quadratmetern Wohnfläche gibt es neun 3-Zimmer-Wohnungen mit 75 Quadratmetern und sechs 4-Zimmer-Wohnungen mit 90 Quadratmetern. Bei einer Belegung mit jeweils zwei Personen pro Zimmer erfüllt die Stadt Freiburg die zum Januar vorgeschriebenen 10 Quadratmeter pro Person. „Das ist nicht üppig. Wir beheben hier nur eine Altlast“, so Oberbürgermeister Dieter Salomon.

Hier kommen vor allem größere Familien unter, für die es jetzt erstmals die Möglichkeit gibt, in abgeschlossenen Wohneinheiten unterzukommen und damit tatsächlich ein Familienleben zu haben. Auch der Wohnkomfort wird sich deutlich erhöhen, insbesondere wenn ab März – während der Sperrung der Höllentalbahn – die Lärmschutzwand zur Bahnlinie und B31 gebaut wird.

Die Gesamtkosten für die nach dem Kfw-55-Standard errichteten und mit Fernwärme der Badenova Wärmeplus beheizten Gebäude liegen bei 18 Millionen Euro für alle drei Bauabschnitte. Etwa drei Millionen Euro kommen als Zuschuss vom Land; rund 5 Millionen Euro kostet das Wohnheim für Studierende. Die Wohnungen für Geflüchtete werden von der Stadtbau errichtet und langfristig an die Stadt vermietet, wie die Stadtbau-Vorsitzende Magdalena Szablewska ausführte.

Veröffentlicht am 06.12.2017
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