Mehr Babies, mehr Arbeit, mehr Berufspendler, mehr Regen im April: Das Statistische Jahrbuch 2017 liegt jetzt vor

Über 224.000 Einwohner: Freiburgs Bevölkerungszahl ist 2016 wie in den meisten Vorjahren um rund 2.000 gestiegen

Ob Wetter oder Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur oder Wahlen – das Statistische Jahrbuch der Stadt Freiburg ist Jahr für Jahr ein Schatzkästlein an Geschichten und Daten. Herausgegeben vom Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung (ABI), übertrifft es längst den Umfang des Freiburger Telefonbuchs. Jetzt legt das ABI das Statistische Jahrbuch 2017 vor, das auf über 300 Seiten alle wichtigen Statistiken der Stadt enthält.

Anhand der Zahlen zum 31. Dezember 2016 informiert das Jahrbuch über Entwicklungen und Eckdaten zu Themen wie Demografie, Wohnsituation, Verkehr, Bildungsmöglichkeiten und Arbeitsmarkt. Zeitreihen belegen und quantifizieren die Entwicklungen und Veränderungen der letzten Jahre. Strukturtabellen schlüsseln einzelne Merkmale systematisch auf. Innerstädtische Unterschiede und Ähnlichkeiten werden in Stadtteiltabellen und -karten deutlich. Damit ist das Jahrbuch 2017 eine umfassende Informationsquelle zum Stand und zur Entwicklung vieler Lebensbereiche in Freiburg.

Anbei eine Auswahl der Themen:

Die Wohnbevölkerung weist gemäß dem städtischen Melderegister zum 31.12.2016 einen Stand von 224.079 auf. Das ist erneut ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren.
31.12.2015: 222.082 – 31.12.2014: 218.041 – 31.12.2013: 215.950 – 31.12.2012: 213.986 – 31.12.2011: 210.277 – 31.12.2010: 205.430.

Bemerkenswert daran: Seit dem Jahr 2000 verzeichnet das Melderegister ungeachtet äußerer Einflüsse jährlich einen Zuwachs von rund 2.000 Personen. Nur im Jahr 2015 (plus 4.041) war dieser Zuwachs signifikant höher. (Die über- bzw. unterdurchnittlichen Zahlen von 2010 (plus 4.847) und 2008 (plus 25) weichen ebenfalls von dieser konstanten Zunahme von rund 2.000 p.a. ab; sie waren aber einer Bereinigung des Melderegisters geschuldet.)

Fast die Hälfte des Bevölkerungswachstums geht auf den höchsten Geburtenüberschuss in der Geschichte der Stadt Freiburg von 748 Personen zurück. In den bisherigen Rekordjahren hatte dieser Überschuss bei 550 (2015) bzw. 583 (2010) gelegen. Möglich wurde dieser Rekord, weil die Anzahl von Geburten unvermindert steigt (2016: 2.494 – 2015: 2.448), die Zahl der Sterbefälle aber trotz steigender Gesamtbevölkerung sinkt (2016: 1.746 – 2015: 1.967). Zum letzten Mal negativ war der natürliche Saldo (Geburten minus Sterbefälle) im Jahr 1995.

Stärker als der natürliche Saldo bestimmt aber nach wie vor der Wanderungssaldo die Veränderung der Bevölkerungszahl. 2016 waren 23.163 Zuzüge und 21.871 Wegzüge zu verzeichnen, somit beträgt der Außenwanderungssaldo 1.292 Personen. Dies ist der niedrigste Wert seit 2006.

Tabelle: Wanderungsverflechtungen mit den Außenräumen Umland, Deutschland und Ausland seit 2006 in Freiburg

  Zuzüge Wegzüge Saldo
  Umland D Ausland Umland D Ausland Umland D Ausland Gesamt
2006 3097 10718 4467 3239 9411 4478 -142 1307 -11 1154
2007 3159 10759 4497 3139 9258 4386 20 1501 111 1632
2008 3052 11069 4614 3296 10100 5577 -244 969 -963 -238
2009 2899 11537 4817 3229 9724 4477 -330 1813 340 1823
2010 2725 10926 5228 3162 9690 4386 -437 1236 842 1641
2011 3008 12989 6024 3414 8927 5292 -406 4062 732 4388
2012 3011 11909 6151 3271 9314 5215 -260 2595 936 3271
2013 2948 11347 5918 3532 9554 5310 -584 1793 608 1817
2014 2959 11495 6900 3824 9966 6256 -865 1529 644 1308
2015 3022 13000 8301 4146 10131 6365 -1124 2869 1936 3681
2016 2942 12487 7734 3996 10749 7126 -1054 1738 608 1292

Am 30.06.2016 waren 77.105 Freiburgerinnen und Freiburger sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Es gab 119.149 sv-pflichtige Arbeitsplätze im Freiburger Stadtgebiet. Dies ist eine Steigerung um 3,6 bzw. 1,8 Prozent zum Vorjahr.

Die Zahl der Berufseinpendler (insgesamt 65.375 Personen) nahm dabei um 1,9 Prozent, die der Berufsauspendler (23.392) um 8 Prozent zu. Ein Blick auf die Veränderungen seit 2005 zeigt, dass die letztere Gruppe am stärksten gewachsen ist.

Die Zahl der Arbeitslosen (nach SGB III und SGB II) ist in Freiburg zum 31.12.2016 deutlich gesunken (-436 Personen), nachdem sie 2015 stark angestiegen war. Dabei ist die Zahl arbeitsloser Frauen (-245) stärker gesunken als die arbeitsloser Männer (-191).

Sowohl die Zahl der Bedarfsgemeinschaften als auch die Zahl der Personen in Bedarfsgemeinschaften ist im Jahr 2016 erneut gestiegen. So gab es am 31.12.2016 insgesamt 16.834 Personen (+579) in 8.807 Bedarfsgemeinschaften (+52). Die Zahl der Kinder ist hingegen von 5.500 auf 5.496 minimal gesunken.

Im Jahr 2016 konnte die Stadt Freiburg einen neuen Rekord bei der Zahl der angekommenen Gäste verzeichnen. Insgesamt kamen 761.166 Personen (+5.992) und sorgten für 1.438.319 Übernachtungen (-10.151). Damit waren die 8.444 angebotenen Schlafgelegenheiten zu 48,8 Prozent ausgelastet; im Vorjahr lag die Auslastung bei 49,2 Prozent. Dabei sank erstmals seit vielen Jahren die Zahl ausländischer Gäste (-1.965), während die Zahl der deutschen Touristen weiter steigt.

Die meteorologischen Daten für Freiburg werden an der Messstelle des Deutschen Wetterdienstes auf dem Flugplatz gewonnen. Die Durchschnittstemperatur im Jahr 2016 lag mit 10,9 Grad Celsius unter dem langjährigen Durchschnitt (1981 bis 2010) von 11,4 Grad.

Im Wetterjahr 2016 unterschieden sich die Temperaturwerte und die Sonnenscheindauer kaum vom langjährigen Durchschnitt. Anders sieht die Verteilung der monatlichen Niederschläge aus. Hier lassen sich deutliche Abweichungen ausmachen. Nur der März, der Mai und der November lagen im Jahr 2016 nahe dem langjährigen Durchschnitt. Ansonsten gab es bis Juni deutlich mehr, ab Juli deutlich weniger Niederschläge als sonst. Extrem waren die Abweichungen in zwei Monaten. Im April 2016 hat es 165 Liter pro qm geregnet, während der langjährige Durchschnitt für April bei 73 Litern liegt. Der Dezember war dagegen mit insgesamt nur 6 Litern deutlich zu trocken; durchschnittlich sind es im Dezember 75 Liter.

Das Statistische Jahrbuch 2017 kann ab sofort als Druckversion für 10 Euro plus Versandkosten beim Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung (Fax 201-5598, statistik@stadt.freiburg.de) bestellt werden. Außerdem ist es kostenfrei von www.freiburg.de/statistischeveroeffentlichungen herunterzuladen.

Ihr Ansprechpartner im Presse- und Öffentlichkeitsreferat:
Toni Klein, Telefon: 0761/201-1330
E-Mail: toni.klein@stadt.freiburg.de

Veröffentlicht am 01.12.2017

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