Förderung energetischer Sanierungen für 2017 noch möglich

Neu: Geplante Blockheizkraftwerke und Batteriespeicher bei Photovoltaik-Anlagen werden gefördert – Auch Zuschüsse für umweltfreundliche Dämmstoffe

Energetische Sanierungen von Wohngebäuden lohnen sich weiterhin. Förderanträge können beim Umweltschutzamt auch für 2017 noch gestellt werden.

Gefördert werden die Wärmedämmung von Wohngebäuden sowie Unterstützung von Energieberatern bei der Antragstellung auf Fördermittel der KfW-Bank und der L-Bank. Die Förderkonditionen der KfW-Bank und der baden-württembergischen L-Bank sind nach wie vor sehr attraktiv und mit dem städtischen Programm kombinierbar. Neu im Freiburger Programm ist eine Förderung von umweltfreundlichen Dämmstoffen mit Blauem Engel oder Natureplus-Siegel. Hierfür gibt es als zusätzlichen Bonus 10 Euro pro Quadratmeter gedämmte Fläche zur Grundförderung.

Auch die Umstellung auf umweltfreundliche Heizungen oder der Einbau eines Energiemanagementsystems werden gefördert. Neu ist, dass der Einbau von Blockheizkraftwerken (BHKW) noch besser bezuschusst wird. Zusätzlich zu dem bereits bestehenden "Vor-Ort-Check" als Erstberatung werden Energiekonzepte mit einer detaillierten ökonomischen und ökologischen Untersuchung gefördert. Auch eine fachliche Begleitung bei der Umsetzung eines BHKWs, ein so genannter BHKW-Lotse, wird bezuschusst.

Zudem werden Stromspeicher für Photovoltaik-Anlagen gefördert, um die derzeit laufende Photovoltaik-Kampagne zu unterstützen.

Seit 2002, und damit seit 15 Jahren, unterstützt die Stadt Freiburg die energiebewusste Sanierung von Wohngebäuden. In den Jahren 2002 bis heute wurden bislang fast 3000 Anträge gestellt. Damit wurden 10,6 Prozent der Gebäude in Freiburg bezuschusst, davon nahezu die Hälfte für umfassende Sanierungen im Wärmeschutz.

Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik: „Das Förderprogramm ist ein wesentlicher Baustein zur Erreichung der Freiburger Klimaschutzziele. Denn 65 Prozent des Energieverbrauchs von privaten Haushalten stammt aus dem Wärmebedarf für die Heizung.“

Was wird gefördert?

Wärmedämmung von Wohngebäuden

Die Förderung von Wärmedämmung von Wand, Dach oder Kellerdecke sowie des Fensteraustauschs ist abhängig von der Größe der sanierten Fläche. Zuschüsse bis zu 5.000 Euro, für Ein- oder Zweifamilienhäuser beziehungsweise bis zu 14.000 Euro für Mehrfamilienhäuser werden pro Antragsteller ausbezahlt. Besonders attraktiv sind weitreichende Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus. Hierfür gibt die Stadt Freiburg einen Bonus von 1.000 bis 7.000 Euro je nach Effizienzklasse. Weitere Förderungen gibt es für Solarwärme und ganz neu auch für umweltfreundliche, zertifizierte Dämmstoffe wie der Blaue Engel oder das Natureplus-Siegel. Denkmalgeschützte Gebäude werden ebenfalls gefördert, in begründeten Fällen mit Ausnahmeregelungen bei den Standards.

Fördermittelberatung und Unterstützung bei Antragstellung

Eine Beratung und Antragsstellung für die Fördermittel durch einen Energieberater ist in vielen Fällen hilfreich und bei Bundesförderungen oft sogar obligatorisch. Als besonderen Service werden die Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer finanziell bei den Kosten für den Energieberater mit bis zu 600 Euro unterstützt.

Umweltfreundliche Heizung

Umweltfreundliche Heizkessel werden mit einem einmaligen, pauschalen Beitrag von 500 Euro bezuschusst. Voraussetzungen sind, dass der alte Kessel vor dem 1. Januar 2000 eingebaut wurde und die neue umweltfreundliche Heizung erneuerbare Energien, zum Beispiel Solarthermie, Pellet oder Holzhackschnitzel, nutzt. Auch der Anschluss an ein Wärmeversorgungsnetz oder der Einbau eines Blockheizkraftwerks sind förderfähig. Biogas oder Bioöl sind nicht förderfähig.

Energiemanagementsystem

Besonders bei größeren Gebäuden können bestehende Heizungsanlagen durch den Einbau eines Energiemanagementsystems mit Fernüberwachung besser und schneller überwacht, gewartet, optimiert und dadurch Energieeinsparungen realisiert werden. Die Förderung beträgt pauschal 1000 Euro.

Vor-Ort-Checks für Blockheizkraftwerke

Es werden drei Beratungsstufen für die Planung und Umsetzung von BHKWs gefördert:
- Der Vor-Ort-Check mit pauschal 250 Euro.
- Die Energiekonzepte mit maximal 1200 Euro.
- Die Umsetzungsbegleitung mit maximal 2000 Euro pro Gebäude.

Die Förderrichtlinien sind mit den Antragsunterlagen und Förderrichtlinien unter www.freiburg.de/waermeschutz zu finden und können online ausgefüllt werden.

Für den Baustein 1 Wärmedämmung muss der Antrag vor Auftragsvergabe gestellt werden, bei den anderen Anträgen reicht es nachträglich zusammen mit den Rechnungen. Weitere Details zu den Fördermöglichkeiten können Sie telefonisch beim Umweltschutzamt unter 201-6142, Robert Voggesberger, oder Iris Basche unter 201-6145 erfragen.

Ihre Ansprechpartnerin im Presse- und Öffentlichkeitsreferat:
Martina Schickle, Telefon: 0761/201-1350
E-Mail:martina.schickle@stadt.freiburg.de

Veröffentlicht am 25.10.2017

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