Für mehr Sicherheit im Stadtgebiet

Neuer Vollzugsdienst nimmt Tätigkeit auf

Ab dem 11. Oktober wird der neue kommunale Vollzugsdienst (VD), neben dem vorrangig für den Verkehr zuständigen Gemeindevollzugsdienst (GVD), in der Stadt eingesetzt. Der VD soll verstärkt gegen Ordnungswidrigkeiten vorgehen.

Zwei Angestellte des kommunalen Vollzugsdienstes in Uniform vor der Gerichtslaube, einem Gebäude in der Innenstadt.
Der neue kommunale Vollzugsdienst soll die Sicherheit in den Straßen Freiburgs verbessern. (Foto: A. J. Schmidt)

Das 11 Mann starke Team wurde vorab in einer zweimonatigen intensiven Ausbildung geschult, die das Amt für öffentliche Ordnung in Zusammenarbeit mit der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Freiburg und dem Polizeipräsidium Freiburg konzipierte und durchführte. Zur Ausbildung gehörten unter anderem ein theoretischer Unterricht, ein intensives Anti-Konflikttraining, Selbstverteidigung sowie Hospitationen beim GVD und beim Polizeirevier Freiburg Nord. Durch das Deeskalationstraining sollen die Mitarbeiter in Zukunft in der Lage sein, Konflikte verbal zu lösen und sich in schwierigen Situationen durchsetzen können. Die Mitarbeiter des VD durchliefen auch eine Touristik-Schulung, durchgeführt durch die Freiburger Wirtschaft Touristik und Messen GmbH (FWTM), um auch Touristen bei Fragen weiterhelfen zu können.

VD befasst sich vorrangig mit Ordnungswidrigkeiten

Die Mitarbeiter des VD sind rechtlich Landespolizeibeamten gleichgestellt. Ihr Aufgabengebiet sind vorrangig Ordnungwidrigkeiten wie unerlaubte Müllentsorgungen, belästigendes oder aggressives Betteln, oder unerlaubtes Urinieren auf der Straße. Für die Eigensicherung ist die Truppe mit Schutzwesten, Pfefferspray und Handschließen ausgestattet. Die polizeiähnliche Dienstkleidung macht sie für jeden erkennbar.

Der VD ist aber vor allem dafür da, drohende Eskalationen abzuwenden und gefährliche Situationen möglichst im Keim zu ersticken. Durch die Anwesenheit des Teams sollen sich auch die Bürgerinnen und Bürger sicherer fühlen. Gleichzeitig wird die Polizei durch die zusätzlichen Kräfte entlastet. Bürgerinnen und Bürger können und sollen bei Fragen und benötigter Hilfe auf den VD zukommen. Während der Dienstzeiten von 9 bis 17 Uhr ist der VD, zusätzlich zur Notfallnummer 110 der Polizei, unter der Nummer 0761/ 201-4923 erreichbar.

Die Einsatzzeiten des VD sind im Regelfall montags bis samstags und vereinzelt auch sonntags von 9 Uhr bis 21 Uhr, sowie an den Wochenenden oder vor Feiertagen bis 24 Uhr. Ebenfalls in den Aufgabenbereich des VD fallen die Gaststättenkontrollen, die bisher vom GVD wahrgenommen wurden. Hier kann die Schicht dann teilweise bis 6 Uhr morgens gehen. Einsatzgebiet des VD ist in den ersten Wochen vorrangig die Innenstadt. Der VD wird künftig aber auch in anderen Gebieten wie der Seepark oder die Dreisam eingesetzt.

Der neue VD geht auf eine Vereinbarung von März 2017 zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Freiburg zurück, in der sich Innenminister Thomas Strobl und OB Dieter Salomon für eine gemeinsame Sicherheitslinie mit Land und Polizei aussprachen.

Veröffentlicht am 11.10.2017
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