100 Jahre Oktoberrevolution

Russische Kulturtage

Dieser Tage jährt sich die Russische Oktoberrevolution zum 100. Mal. Unter dem Motto „Spurensuche – 100 Jahre Russische Revolution“ werden die Russischen Kulturtage offiziell am Montag, 16. Oktober, eröffnet. Bis Ende November geben sämtlichen Einrichtungen, die in Freiburg auf die ein oder andere Weise mit Kultur befasst sind, Einblicke in die damalige Zeit und zeigen, welche Langzeitwirkung die Russische Revolution in Kunst, Literatur, Musik und Politik hat.

Der Bolschewik, Ölgemälde von Boris Kustodijew (1920) Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Oktoberrevolution#/media/File:Kustodiev_The_Bolshevik.jpg

Das umfangreiche Programm beinhaltet Uraufführungen von Theater- und Musikstücken, bisher noch nicht gezeigte Ausstellungen, Filmreihen, Forschungsprojekte, eine Ringvorlesung und eine wissenschaftlichen Konferenz.

Unter anderem ist die Revolutionsparty "Russendisko" von Wladimer Kaminer am Freitag, 27. Oktober, zu Gast in der Mensabar, zur Vorbereitung gibt es am 26. und 27. Oktober russisches Essen in der Mensa.

Modebewusste Freiburgerinnen und Freiburger kommen während der sieben Wochen dauernden Russischen Kulturtage ebenfalls auf ihre Kosten, denn sie werden von diversen „Textilen Interventionen“ begleitet. Dabei wird die visuelle Ästhetik der damaligen russischen Avantgarde- Künstlerinnen in die Gegenwart transportiert. Zu sehen ist die Modeperformance unter anderem bei der „Russendisko“.

Zu den Höhepunkten im Programm zählen auch die Ausstellung „Letzte Botschaften aus dem Gulag“ in der Universitätsbibliothek, ein Street-Art-Projekt des russischen Künstlers Igor Ponosov, das Gastspiel des Theaters Baltic House St. Petersberg „Stalin. Nacht“ sowie die Neuinterpretation von Anton Tschechows „Kirschgarten“ des iranischen Regisseurs Amir Reza Koohestani im Stadttheater Freiburg.
 
An den Kulturtagen sind über 20 wissenschaftliche und künstlerische Einrichtungen Freiburgs beteiligt. Hinzu kommen internationale Partner wie das Staatliche GULAG-Museum Moskau, die  Menschenrechtsorganisation „Memorial“ und die Staatliche Russische Bibliothek Rudomino. Die Kulturstiftung des Bundes fördert das Projekt mit mehr als 200.000 Euro.

Alle Infos zum Programm:

Programmheft als PDF (5,599 MB)

www.russische-kulturtage-freiburg.de

Das Zwetajewa Zentrum

Das Zwetajewa Zentrum, 2016 von Universität und Stadt gegründet,
richtet die diesjährigen Russischen Kulturtage unter dem Motto "Spurensuche. 100
Jahre Russische Revolution" aus. Der Name geht auf die russische Dichterin Marina Zwetajewa (1892–1941) zurück. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte Zwetajewa  längere Zeit in Freiburg, dem sie – wie Deutschland im allgemeinen – in ihrem literarischen Werk eng verbunden ist.

www.zwetajewa-zentrum.de


Veröffentlicht am 10.10.2017
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