Freiburger Baustellen sollen künftig barrierefrei gesichert werden

Garten- und Tiefbauamt legt jetzt konkret Empfehlungen vor - Lokale Baufirmen und Planungsbüros werden auf die neuen Regelungen hingewiesen

Baustellen sollen künftig barrierefrei gesichert werden. Auf Anregung der AG Bau und Verkehr des Freiburger Behindertenbeirats hatte das Garten- und Tiefbauamt (GuT) gemeinsam mit einem externen Büro im Jahr 2016 begonnen, das Thema umfassend aufzubereiten. Das Ergebnis ist jetzt unter www.freiburg.de/barrierefrei-mobil abrufbar. Zusätzlich gibt es einen achtseitigen Flyer, der die wichtigsten Anforderungen an eine barrierefreie Baustellensicherung zusammenfasst.

Baustellen bedeuten für Menschen mit Behinderungen oftmals eine große Herausforderung. Eine ungesicherte Baugrube, ungesichert abgestellte Baufahrzeuge oder ein nicht kontrastreich gekennzeichneter Bauzaun können für blinde Menschen und für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen eine Gefährdung darstellen. Auch Menschen, die mit dem Rollstuhl unterwegs sind, können beispielsweise bei einer Engstelle neben einer Baustelle nicht mehr komfortabel wenden.

Außerdem ist der Hinweis „Fußgänger bitte andere Straßenseite benutzen“ für Blinde und Sehbehinderte nicht lesbar. Und Verkehrsteilnehmerinnen und-teilnehmer mit Rollstuhl oder Rollator können diese Stelle nur queren, wenn der Bordstein abgesenkt ist und parkende Autos die Querung nicht blockieren.

„Aus vielen Gesprächen mit den Vertreterinnen und Vertretern des Behindertenbeirats wissen wir, dass unzureichend gesicherte Baustellen ein ganz besonders Problem für viele Menschen mit Behinderung darstellen“, so Baubürgermeister Martin Haag. „Umso mehr hoffe ich, dass wir hier nach einer gewissen Übergangszeit und Lernphase, die alle bei diesem Thema sicherlich brauchen werden, zu dauerhaften Verbesserungen kommen werden.“

Auch die Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderungen, Daniela Schmid, ist mit der Aufbereitung des Themas zufrieden. „Es wird jetzt vor allem darauf ankommen, dass die guten Lösungen für eine barrierefreie Baustellensicherung zügig umgesetzt werden“.

Bislang wurde in den Baustellenplänen der Baufirmen nur unzureichend auf die Anforderungen von blinden und sehbehinderten Fußgängerinnen und Fußgängern oder von Verkehrsteilnehme mit Rollstuhl oder Rollator geachtet. Die Verwaltung musste in vielen Fällen, besonders in der Innenstadt, nachbessern, damit an Baustellen ausreichend Platz für Rollstuhlfahrer ist und sich auch Blinde und Sehbehinderte im Baustellenbereich zurechtfinden können.

Die Hinweise zur barrierefreien Baustellensicherung konkretisieren die in den Baustellen-Richtlinien sehr allgemeine Vorgabe, dass auf Verkehrsteilnehmer mit Behinderungen besonders Rücksicht zu nehmen ist, und zeigen auf, was die Umsetzung dieser allgemeinen Vorgabe in der Praxis bedeutet. Im Vordergrund steht dabei, die Baustellen so zu gestalten, dass sie auch für Menschen mit Sinnes- oder Mobilitätseinschränkungen klar erkennbar sind, sicher und ohne unüberwindbare Hindernisse passiert werden können und verlässlich gegen ungewolltes Betreten gesichert sind. Künftig wird das GuT die lokalen Baufirmen und die Planungsbüros anschreiben und sie auf die neuen Regelungen hinweisen

Neben den Menschen mit Behinderungen profitieren hiervon auch viele andere, wie beispielsweise Senioren oder Fußgänger, die mit Kinderwagen, mit kleinen Kindern oder mit Gepäck unterwegs sind.

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Veröffentlicht am 26.09.2017

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