Bundestagswahl

156000 Freiburgerinnen und Freiburger sind am Sonntag aufgerufen zu wählen

Am 24. September wählen die Deutschen den 19. Bundestag seit dem Jahr 1949. In Freiburg sind diesmal 156 248 Personen wahlberechtigt, so viele wie nie zuvor. Erste Zwischenergebnisse für Freiburg gibt es am Wahlabend ab 19 Uhr online. Mit dem vorläufigen Endergebnis ist gegen 21 Uhr zu rechnen.

Wählen im Wahllokal

Die Stadt Freiburg bildet zusammen mit 19 weiteren Gemeinden des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald den Wahlkreis 281 Freiburg. Wie immer bei Bundestagswahlen erhält man den Stimmzettel erst im Wahllokal. Das jeweilige Wahllokal geht aus der Wahlbenachrichtigung hervor, die allen Wahlberechtigten bis zum 22. August zugestellt worden ist. Diese Benachrichtigung oder den Wahlschein sowie einen Ausweis muss man ins Wahllokal mitbringen. Wer die Benachrichtigung vergessen oder keinen gültigen Wahlschein hat, kann aber anhand des Ausweises im Wahlraum feststellen lassen, ob man in das Wählerverzeichnis eingetragen ist.

Alle 40 Wahlgebäude sind rollstuhlgerecht zugänglich. Das gilt auch für die allermeisten der dort untergebrachten 143 Wahllokale. Unter www.freiburg.de/wahllokalfinder kann man sich die rollstuhlgerechten Wahllokale anzeigen lassen. Gibt man dort seine Adresse ein, erscheinen Anschrift und Außenansicht des Wahlgebäudes oder ein Ausschnitt des Stadtplans sowie die Information, ob das Wahllokal rollstuhlgerecht ist. Welche Wahllokale dies sind, erfährt man auch telefonisch unter der Nummer 201-5558. Da in allen Wahlgebäuden rollstuhlgerechte Wahllokale vorhanden sind, kann man dorthin ausweichen – allerdings nur mit einem vorher beantragten Wahlschein. Geöffnet sind die Wahllokale wie gewohnt am Sonntag zwischen 8 und 18 Uhr.

Jeder Wähler und jede Wählerin hat eine Erst- und eine Zweitstimme, die ausschließlich in der Wahlkabine vergeben werden dürfen. Mit der Erststimme wählt man die Bewerberin oder den Bewerber im Wahlkreis, mit der Zweitstimme die Landesliste, also eine Partei. Wer keine oder mehr als eine Erst- und eine Zweitstimme vergibt oder Änderungen vornimmt, macht seine Stimme ungültig. Ob Briefwahl oder Stimmabgabe im Wahllokal: Wahlberechtigte müssen ihre Stimme persönlich abgeben. Nur wer nicht schreiben oder lesen kann oder körperlich beeinträchtigt ist, darf sich von einer anderen Person beim Wählen helfen lassen.

Wählen per Briefwahl

Einen Wahlschein mit Briefwahlunterlagen erhält auf Antrag, wer in das Wählerverzeichnis eingetragen ist. Briefwahlanträge sind noch bis Freitag, 22. September, 18 Uhr, beim Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung/ Wahlamt, Fahnenbergplatz 4, möglich. Sie sind persönlich bei Vorsprache, online, per E-Mail an wahlamt@stadt.freiburg.de, schriftlich oder per Fax (0761/201-5598) zu stellen, jedoch nicht telefonisch. Im Falle einer nachgewiesenen plötzlichen Erkrankung kann der Antrag noch bis zum Wahltag um 15 Uhr beim Wahlamt gestellt werden. Falls ein beantragter Wahlschein nicht zugegangen ist, kann nach glaubhafter Versicherung ein neuer bis Samstag, 23. September, 12 Uhr ausgestellt werden. Verlorene Wahlscheine werden nicht ersetzt.

Wer seine Briefwahlunterlagen persönlich im Wahlamt, Fahnenbergplatz 4, abholt, kann dort auch gleich wählen und seinen Wahlbrief in die Wahlurne einwerfen. Das Wahlamt ist für die Briefwahl montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr nur noch bis 22. September geöffnet. Am Samstag, 23. September, ist das Amt von 8 bis 12 Uhr offen, am Wahlsonntag, 24. September, von 8 bis 18 Uhr.

Hilfen für Sehbehinderte

Blinde oder sehbehinderte Wähler können sich zur Kennzeichnung des Stimmzettels einer Stimmzettelschablone bedienen. Damit sie erkennen können, wo die Vorderseite und wo oben ist, ist beim Stimmzettel in der rechten oberen Ecke ein ertastbares Loch eingestanzt. Dieses Verfahren stellt sicher, dass Menschen, die wegen schlechten Sehens die Wahlunterlagen nicht lesen können, in der Lage sind, ihre Stimme unabhängig von fremder Hilfe abzugeben. Dafür bieten die Blinden- und Sehbehindertenverbände kostenlos die Zusendung von Stimmzettelschablonen an, in die der Stimmzettel eingelegt wird. Die Felder für das „Kreuzchen“ sind ausgespart und tastbar beschriftet. Die Schablone kann bei den Blinden- und Sehbehindertenverbänden (Tel. 36122) bestellt werden.

Wahltagsbefragungen

Bei der Bundestagswahl führt das Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung (ABI) erneut eine freiwillige und anonyme Befragung durch und erhofft sich damit, Fragen zum Wählerverhalten beantworten zu können. Besonders interessant ist zum Beispiel der Einfluss von Alter, Religion, Geschlecht und Bildung auf die Wahlentscheidung. Befragt werden zufällig ausgewählte Personen beim Verlassen von sieben Wahlgebäuden (Bürgerhaus Zähringen, Pädagogische Hochschule, Max-Weber-Schule, Albert- Schweitzer-Schule, Vigeliusschule, Mühlmattenschule und Kepler-Gymnasium). Sie werden gebeten, anonym einen Fragebogen auszufüllen. Das Wahlamt strebt eine Stichprobengröße von 1000 bis 1500 Personen an.
Außerdem führt Infratest dimap vor einem Wahllokal im Droste-Hülshoff-Gymnasium ebenfalls eine Befragung durch. Alle Befragungen sind anonym und verletzen das Wahlgeheimnis nicht.

Wahlstatistik

Nach den gesetzlichen Bestimmungen sind für Bundestagswahlen Statistiken über die Geschlechts- und Altersgliederung der Wahlberechtigten und Wähler unter Berücksichtigung der Stimmabgabe für die einzelnen Wahlvorschläge zu erstellen. Hierfür werden in 18 Wahllokalen Stimmzettel verwendet, aus denen das Geschlecht und die Geburtsjahr- Gruppe der Wählerin oder des Wählers zu erkennen sind. Das Verfahren ist im Wahlstatistikgesetz geregelt. Es ist sichergestellt, dass das Wahlgeheimnis nicht verletzt wird. Die Wahlberechtigten werden über diese Erhebung vor Ort informiert.

Ergebnisermittlung

Unmittelbar nach Schließung der Wahllokale beginnen die Mitglieder der Wahlvorstände mit der öffentlichen Ermittlung des Wahlergebnisses. Das Briefwahlergebnis wird von 60 Briefwahlvorständen ermittelt. Rund 1600 Wahlhelferinnen und -helfer sind an diesem Tag im Einsatz, darunter etwa 1000 Bürgerinnen und Bürger.
Sie melden die Einzelergebnisse an das zentrale Wahlbüro. Dort werden sie zum vorläufigen Gesamtergebnis der Freiburger Wahlbezirke zusammengestellt und für die Ermittlung des vorläufigen Gesamtergebnisses im Wahlkreis 281 Freiburg an die Kreiswahlleitung beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald übermittelt.

Erste Zwischenergebnisse

Am Wahlabend ab 19 Uhr gibt es erste Zwischenergebnisse hier auf freiburg.de. Mit dem vorläufigen Endergebnis ist gegen 21 Uhr zu rechnen. Das amtliche Endergebnis für den Wahlkreis 281 Freiburg stellt der Kreiswahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 27. September, um 11 Uhr beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald fest.

Alle Infos zur Wahl finden Sie unter freiburg.de/wahlen

Veröffentlicht am 19.09.2017

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