Erfolg für die Sicherheitspartnerschaft

Polizei meldet Rückgang der Gewaltkriminalität

Im ersten Halbjahr 2017 ist die Gewaltkriminalität in Freiburg um über 10 Prozent, die Straßenkriminalität sogar um 15 Prozent zurückgegangen. Diese Bilanz zog heute der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl gegenüber der Presse in Freiburg. Damit sei das zwischen der Stadt Freiburg und dem Land im März vereinbarte Sicherheitskonzept aufgegangen.

Oberbürgermeister Dieter Salomon und Innenminister Thomas Strobl unterhalten sich auf einer Pressekonferenz im Freiburger Rathaus.
Auf einer Pressekonferenz haben Innenminister Thomas Strobl, Oberbürgermeister Dieter Salomon und die Freiburger Polizei erste Ergebnisse der Sicherheitspartnerschaft präsentiert (Foto: A.J. Schmidt).
Auf einer Pressekonferenz haben Innenminister Thomas Strobl, Oberbürgermeister Dieter Salomon und die Freiburger Polizei erste Ergebnisse der Sicherheitspartnerschaft präsentiert (Foto: A.J. Schmidt).

Bereits seit Jahren liegt die Zahl der Kriminalitätsdelikte in Freiburg deutlich über dem Schnitt anderer Großstädte im Land. Nach den beiden Sexualmorden in Freiburg und Endingen im letzten Jahr fanden die Freiburger Forderungen nach verstärkter Polizeipräsenz Gehör beim Land. Bereits im Dezember 2016 hat das Land das Polizeipräsidium um 25 Personen verstärkt, und im kommenden Herbst werden weitere zehn Personen hinzukommen. Dann soll auch eine eigene Ermittlungsgruppe gewalttätige Intensiv- und Wiederholungstäter bekämpfen. Allein im ersten Halbjahr 2017 waren die zusätzlichen Kräfte 23.000 Stunden im Einsatz und haben bei über 550 Straftaten ermittelt.

Minister Stobl lobte die „hochprofessionelle Arbeit“ des Polizeipräsidiums. Weil damit die „Welt in Freiburg noch nicht in Ordnung ist“, rief er dazu auf, die Anstrengungen fortzusetzen. Froh zeigte sich auch Polizeipräsident Bernhard Rotzinger über die Trendwende und über die Tatsache, dass sich das öffentliche Ansehen der Polizei sehr zum Guten entwickelt habe.“ In Freiburg treten wir jetzt nicht mehr zu Auswärtsspielen an wie früher, sondern zu Heimspielen“, so Freiburgs oberster Polizeibeamter.

Oberbürgermeister Dieter Salomon dankte dem Land für die zusätzliche Unterstützung bei der Kriminalitätsbekämpfung. Ermutigend seien nicht nur die vorgelegten Zahlen, sondern auch die Tatsache, dass sich das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung verbessert habe. Städtischerseits, so ergänzte der Erste Bürgermeister Otto Neideck, flankiere man die Landesbemühungen durch zahlreiche kommunale Maßnahmen: So wird ab Herbst der städtische Vollzugsdienst durch 13 zusätzliche Personen verstärkt, die Ordnungsstörungen in der Innenstadt unterbinden sollen. Ebenfalls im Herbst startet das vom Gemeinderat kürzlich beschlossene Frauennachttaxi und auch Videoüberwachung soll zunächst im Bermudadreieck, dann auch im Bereich des Konzerthauses installiert werden. Bessere Beleuchtung und der Rückschnitt von Hecken- und Gebüsch sollen das Sicherheitsgefühl in der Nacht verbessern. Allein hierfür hat der Gemeinderat im Doppelhaushalt 400.000 Euro bereitgestellt.

Veröffentlicht am 31.07.2017

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