Sitzung vom 25. Juli 2017

Hermann Aichele

Aktuelles aus dem Gemeinderat

Zu Beginn der Sitzung hat OB Salomon den im Alter von 79 Jahren verstorbenen CDU-Stadtrat Hermann Aichele und sein außerordentliches Engagement für die Stadt gewürdigt. Außerdem sprach das Gremium über die Kosten für energieeffizientes Bauen, Hilfe für Wohnungslose und das neue Rettungszentrum bei der Feuerwache in Haslach.

Der vergangene Woche verstorbene Hermann Aichele war 1975 zum ersten Mal in den Freiburger Gemeinderat gewählt worden. Neunmal insgesamt schaffte er den Sprung in das Stadtparlament und ist mit insgesamt 42 Jahren Rekordhalter mit der längsten Mitgliedschaft im Gemeinderat. Aichele arbeite all die Jahre für die CDU-Fraktion so gut wie in jedem städtischen Ausschuss mit und hinterließ dabei deutliche Spuren. Mehr Informationen zu Hermann Aicheles Leben und Wirken finden Sie hier.


1 Legale und illegale Graffiti in Freiburg

Über legale und illegale Graffiti wird der Gemeinderat nach der Sommerpause sprechen. Dies haben CDU, SPD, FL/FF und Freie Wähler beantragt.



2 Änderungen bei Ausschüssen und anderen Gremien

Einstimmig und ohne Diskussion haben die Rätinnen und Räte einigen personellen Änderungen in Ausschüssen und anderen Gremien zugestimmt.

Vorlage: G-17/074



3 Stadt braucht immer noch mehr Kitaplätze

Einstimmig und ohne Aussprache hat der Gemeinderat die Kindertagesstättenbedarfsplanung für das kommende Kindergartenjahr beschlossen. Die momentane Versorgung für Kinder bis drei Jahre liegt bei 3051 Plätzen. Bis 2019 werden in dieser Gruppe 3476 Plätze benötigt. Ziel ist hier eine Steigerung der Versorgungsquote von 43 auf 50 Prozent. Für Kinder ab drei Jahre stehen 7325 Plätze zur Verfügung. Bis 2019 werden hier 7981 Plätze benötigt. Die momentane Versorgungsquote liegt bei 97 Prozent und soll auf 100 Prozent steigen.

Erreichen will die Stadt zusätzliche Plätze durch Erweiterungen und Neueinrichtungen von Kindergartengruppen. Bereits im Mai hatte der Gemeinderat Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro für die Erweiterung von vier katholischen Kitas beschlossen. Im Jahr 2017 sollen für Kinder bis drei Jahre weitere zehn Gruppen geschaffen werden, 2018 weitere zwölf, was den Bedarf für 2019 mit rund 173 fehlenden Plätzen noch nicht ganz deckt. Für Kinder ab drei Jahren sollen 2017 dreizehn Gruppen eingerichtet werden, 2018 sollen zehn weitere Gruppen folgen. Hier bleibt ein Defizit von rund 81 Plätzen für 2019.

Vorlage: G-17/073



4 Kita in Landwasser wird erweitert

Damit der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz erfüllt werden kann, muss Freiburg nach wie vor weitere Plätze schaffen (sieh Top 3). Der Gemeinderat hat deswegen einstimmig und ohne Diskussion zugestimmt, die städtische Kindertageseinrichtung Landwasser zu erweitern. Für die Planung hat er nun 200.000 Euro genehmigt. Auf Grund der vielen noch nicht geklärten Rahmenbedingungen ist es zu diesem frühen Projektzeitpunkt noch nicht möglich, eine belastbare Aussage zu den Baukosten zu machen.


Vorlage: G-17/113


5 und 5.1 Energieeffizienz ist kein Kostentreiber

Die Freiburger Energiestandards machen Neubauten nur um 1,5 bis 2 Prozent teurer als Bauten nach dem gesetzlichen Mindeststandard, wie der Gemeinderat zur Kenntnis genommen hat. Die Fraktionen CDU, SPD, FW und FDP hatten beantragt, zu erfahren, ob die Standards mitverantwortlich für die hohen Baukosten sind. Nach gemeinsamer Erklärung von Stadt und Wohnungswirtschaft ist dies nur unwesentlich der Fall – wenn Fördermittel in Anspruch genommen werden.

Fraktionsübergreifend gab es Lob für die Versachlichung der Debatte um die Rolle von Energiestandards; die Drucksache sei ein großer Schritt zur Transparenz. Dass Lösungen für die enormen Baukosten gefunden werden müssen, die vor allem für geförderten Wohnungsbau ein großes Hindernis bedeuten, betonten alle Redner*innen.

Vorlage: G-16/165 und G-16/165.1



6 Mundenhof: Gastronomie und Toilettenanlagen werden saniert

Der Mundenhof ist eine der beliebtesten Freizeiteinrichtungen Freiburgs. Nun muss in die Unterhaltung des in Teilen denkmalgeschützten Gebäudebestandes und die veralteten Sanitär- und Heizungsanlagen in der Gastronomie investiert werden. Die Stadt ist als Verpächterin für das Gebäude verantwortlich, der Pächter der Gastronomie für die Einrichtungsgegenstände.

Ein Rind und ein Storch auf der Wiese
Die Tiere auf dem Mundenhof, hier Rind und Storch, haben weiter wachsende Besucherzahlen (Foto: A.J. Schmidt)

Einstimmig und ohne Aussprache hat der Gemeinderat der erforderlichen Investition der Stadt in den Gastronomiebereich und die Toilettenanlagen des Mundenhofs in Höhe von 609.000 Euro zugestimmt und die Verwaltung beauftragt, die Baumaßnahmen in Angriff zu nehmen. Sie sollen im kommenden Winter während der Schließzeit der Gastronomie umgesetzt werden.


Vorlage: G-17/057


7 Unterkunftskosten vor Neuregelung

Eine grundsätzliche Neuordnung der Gebühren in städtischen Unterkünften hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen; die bisherige Satzung soll dazu komplett überarbeitet werden. Insbesondere ist vorgesehen, künftig eine personenbezogene Gebühr bei der Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften und eine flächenbezogene Gebühr bei Einzelunterkünften einzuführen. Der bauliche Zustand soll durch Abschläge Berücksichtigung finden. Die Wohnheimverwaltung soll bis Herbst eine Gebührenkalkulation vorlegen, die dann vom Gemeinderat beschlossen werden muss.

Vorlage: G-17/093



8 Mietfähig, aber ohne Wohnung

Mit großem Lob hat der Gemeinderat den Jahresbericht zur Wohnungsnotfallhilfe zur Kenntnis genommen. So gut der Bericht, so unbefriedigend die Situation: Mehr denn je fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. 77 Prozent der über 900 Menschen, die die Wohnungslosenhilfe 2016 in Anspruch genommen haben, werden als „eindeutig oder vermutlich mietfähig“ eingestuft, finden aber keine Wohnung. Als einzigen Ausweg sieht die Verwaltung einen „institutionalisierten Zugang zum Wohnungsmarkt“ – und bekam dafür einstimmige Unterstützung der Ratsmitglieder. Übernommen hat die Verwaltung einen interfraktionellen Antrag von vier Fraktionen, der u.a. vorsieht, dass die Sozialverwaltung in Zukunft jährlich den Gemeinderat auch über Handlungsoptionen informiert.

Vorlage: G-17/128



9 Stadt unterzeichnet Charta für menschenwürdiges Sterben

Der Gemeinderat hat der Unterzeichnung der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ zugestimmt. Die Charta setzt sich für Menschen ein, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind. Damit bekundet die Stadt ihre Bereitschaft, sich für ein menschenwürdigeres Sterbens einzusetzen.

Vorlage: G-17/158



10 Erläuterungstexte für 15 Freiburger Straßenschilder beschlossen

Der Gemeinderat hat mit großer Mehrheit die von der Verwaltung vorgeschlagenen Texte für die Erläuterungsschilder von 15 Straßen in Freiburg beschlossen. Die Straßen waren nach der Überprüfung aller Straßennamen in Freiburg in die Kategorie B eingestuft worden, deren Namen als teilweise belastet oder diskussionswürdig bewertet worden waren. Die Erläuterungsschilder vermitteln, warum die damalige Einschätzung der Person, nach dem die Straße benannt wurde, heute problematisch erscheint. Sie enthalten Informationen zur Begründung der damaligen Benennung sowie zur heutigen Einschätzung und historischen Bedeutung der Person. Der Antrag der CDU, den betroffenen Angehörigen auf Nachfrage die genutzten Quellen für die Erläuterungsschilder zugänglich zu machen, sofern kein Zeugenschutz besteht, wurde von der Verwaltung übernommen.

Straßenschild der Conrad-Gröber-Straße
Conrad-Gröber-Straße, benannt nach dem Freiburger Erzbischof von 1932-1948. Sein Name wird erläutert, weil er einerseits öffentlich die NS-Politik anprangerte, andererseits aber SS-Mitglied war (Foto: Stadt Freiburg).

Die Erläuterungsschilder werden folgende Straßennamen ergänzen: Arndtstraße, Conrad-Gröber-Straße, Fichtestraße, Freytagstraße, Hansjakobstraße, Hermann-Mitsch-Straße, Jahnstraße, Körnerstraße, Linnéstraße, Richard-Strauss-Straße, Richard-Wagner-Straße, Seitzstraße, Staudingerstraße, Weismannstraße, Zasiusstraße. Alle Informationen und Argumente für die Erläuterungen finden Sie in der Übersicht.

Vorlage: G-17/142



11 Städtische Mehrheitsbeteiligungen legen Jahresabschlüsse vor

Ohne Diskussion hat der Gemeinderat die Abschlüsse der städtischen Mehrheitsbeteiligungen für 2016 zur Kenntnis genommen. Konkret sind das die Bilanzen der Stadtwerke Freiburg, der Stadtbau, der Freiburger Wirtschaft Touristik und Messe GmbH, der gemeinnützigen Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH (f.q.b.) und der Stadiongesellschaften. Einstimmig hat der Gemeinderat außerdem einer Änderung der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der f.q.b. zugestimmt.

Vorlage: G-17/119



12 Jahresergebnis 2016 besser als erwartet

Das vorläufige Jahresergebnis des Haushaltsjahres 2016 der Stadt Freiburg ist besser als erwartet. So wuchs der eingeplante Zahlungsmittelüberschuss von 27 Millionen um 33 Millionen auf nun insgesamt 60 Millionen Euro. Ein Großteil der zusätzlichen Erträge stammt jedoch als Sonderergebnis aus Immobilienverkäufen. Hiervon nahm der Gemeinderat Kenntnis und genehmigte zeitgleich auch verschiedene außerplanmäßige Mehrausgaben im investiven Bereich.

Vorlage: G-17/132



13 Erster Finanzbericht 2017

Der Gemeinderat hat den ersten Finanzbericht des Jahres 2017 über die Entwicklung des städtischen Haushalts zur Kenntnis genommen. Im Rahmen des ersten Finanzberichtes wurden bei den Ämtern Abweichungen sowie Prognosen auf Basis des ersten Tertials zum Stichtag 30. April abgefragt.

Außerdem hat der Gemeinderat die Aufstellung der Aufwendungen in der Bauunterhaltung ab 200.000 Euro im Rahmen des Finanzberichtswesens zur Kenntnis genommen.


Vorlage: G-17/133


14 SC Freiburg erhöht Budget fürs neue Stadion

Bei sieben Enthaltungen hat der Gemeinderat einen Nachtrag des Wirtschaftsplans der Objektträgergesellschaft für das neue Stadion genehmigt. Das Investitionsbudget steigt von bisher 70 auf rund 76,5 Millionen. Euro. Die Erhöhung finanziert der SC Freiburg mit einer zusätzlichen Einlage.
 

Vorlage: G-17/163



15 Platz der Alten Synagoge: Was passiert mit den aus den Fundamentresten entnommenen Steinen?

Der Platz der Alten Synagoge hat große historische Bedeutung, da auf dem Platz bis zum Jahr 1938 die jüdische Synagoge stand, die in der Reichspogromnacht zerstört wurde. Während dem aktuellen Umbau hat man im Bereich des geplanten Brunnens Mauerreste des Kellerfundaments der Alten Synagoge gefunden. Um die Steine vor Ort zu belassen, hätte die gesamte Umgestaltung des Platzes von Neuem geplant werden müssen. Dies wäre mit enormen Kosten und Zeitverzögerungen verbunden gewesen, zumal der Denkmalbehörde den Erhalt der Steine an Ort und Stelle nicht machbar erschien. Der Gemeinderat hatte sich in seiner Beratung im November 2016 mit großer Mehrheit der Verwaltung angeschlossen, die Bauarbeiten am Platz der Alten Synagoge fortzusetzen. Die oberste Steinschicht der Kellerfundamentreste wurde abgetragen und in ein Depot gebracht.

Wegen der unterschiedlichen Erwartungshaltungen der betroffenen Akteure sprach sich die Verwaltung für einen extern moderierten Dialog aus, um zu klären, was mit den Steinen geschehen soll. Der Gemeinderat hat dem Vorschlag der Verwaltung einstimmig zugestimmt. Nach dem Dialogverfahren soll dem Gemeinderat eine Empfehlung über das weitere Vorgehen vorgelegt werden.

Vorlage: G-17/017



16 Es geht los mit dem Baugebiet „Sechzehn Jauchert“ in Tiengen

Bei einer Gegenstimme hat der Rat genehmigt, mit der Erschließung des Baugebiets „Sechzehn Jauchert“ zu beginnen. Eine Lärmschutzwand soll den Lärm der Freiburger Landstraße von dem neuen Wohngebiet fernhalten. Außerdem sind neue Bäume, eine Bushaltestelle und ein Spielplatz geplant. Für die Erschließung des Baugebiets erwartet die Verwaltung Baukosten von 1,85 Millionen Euro. Die Bauarbeiten sollen im September starten.

Vorlage: G-17/155



17/17.1 Sanierung Weingarten-West: Ersatz für die im Binzengrün 34 wegfallenden Mietwohnungen

Der Gemeinderat hat zur Kenntnis genommen, an welchen Standorten Ersatz für die 104 wegfallenden Mietwohnungen im Gebäude Binzengrün 34 gebaut werden soll. Die Wohnungen, die aber nicht mehr gebunden sind, entfallen durch den Bebauungsplan Weingarten-West. 95 Wohnungen können durch Standorte in der Zita-Kaiser-Straße im Stadtteil Brühl, in der Alice-Salomon-Straße in St. Georgen, im Rennwegdreieck in Herdern und in Gutleutmatten in Haslach ersetzt werden. Zusätzlich werden im Baugebiet Gutleutmatten und in der Belchenstraße Wohnungen errichtet. Außerdem plant die FSB im Rennweg weitere Wohnungen, die im Jahr 2019 bezugsfertig sein sollen.

Vorlage: G-17/034 und G-17/034.1



18 Weniger Flächen für Windkraft

Die Zahl potentieller Windkraftstandorte auf Freiburger Gemarkung ist geschrumpft. Nach der öffentlichen Beteiligung von Behörden und Verbänden im Rahmen der Flächennutzungsplanung sind einige Standorte aus naturschutzfachlichen und rechtlichen Gründen ausgeschieden, so am Illenberg südlich Günterstal, am Tuniberg und am Kybfelsen. Übrig bleiben nun noch Flächen am Roßkopf, am Taubenkopf nördlich des Schauinslandgipfels und die Fläche an der Holzschlägermatte. Unterm Strich bleiben nun noch Flächenpotentiale für 7 bis 11 Anlagen, die den gegenwärtigen Stromanteil aus Windkraft von 1 auf 9 Prozent steigern könnten. Ein weiteres Beteiligungsverfahren ist für den Herbst geplant.

Vorlage: G-17/134



19 Spielhallen und Bordelle bleiben Ausnahme im Industriegebiet Nord

Einstimmig und ohne Debatte hat der Gemeinderat den Bebauungsplan für das Industriegebiet Nord geändert. Die neue Satzung erlaubt in einigen Gebieten ausnahmsweise Spielhallen und Bordelle, von denen laut Vorlage bisher keine städtebaulichen Spannungen ausgegangen sind. Im Allgemeinen bleiben "Vergnügungsstätten" jedoch verboten.

Vorlage: G-17/116



20 Feuerwache soll zum Rettungszentrum werden

Einstimmig auf den Weg gebracht hat der Gemeinderat den Bebauungsplan für die Hauptfeuerwache, die zu einem Rettungszentrum ausgebaut werden soll. Trotz vieler Einwände von Anwohner*innen, die durch den Ausbau zusätzliche Belastungen fürchten, betonten alle Fraktionen im Rat die Wichtigkeit des Vorhabens.

Timothy Simms (Grüne) sieht das geplante Zentrum als Förderung ehrenamtlichen Engagements; es gebe außerdem keine größeren Bauprojekte ohne Bedenken aus der Anwohnerschaft. Für Klaus Schüle (CDU) ist das Rettungszentrum „nicht irgendein Bauprojekt, sondern wichtig für die Retter.“ Auch wenn die Einwände teilweise nachvollziehbar seien, könne ein Rettungszentrum nicht an den Stadtrand verlegt werden, da die Einsatzkräfte alle Orte im Stadtgebiet schnell erreichen müssten. Von dem Standort überzeugt ist auch Renate Buchen (SPD), die aber auch die Änderungen, die im Dialog mit der Anwohnerschaft erreicht worden sind, hervorhob. Auch für die Fraktion Freiburg Lebenswert/ Für Freiburg ist das Rettungszentrum an der Eschholzstraße „alternativlos“. Gleichwohl bedauert die Fraktion, wie Karl-Heinz Krawczyk bekannte, „dass Kleingärten wegfallen und es zu Lärmbelästigungen kommt.“

Die Verwaltung will im September und Oktober nun die Öffentlichkeit und die Behörden erneut beteiligen und möglichst im 1. Quartal 2018 den fertigen Bebauungsplan vorlegen.

Vorlage: G-17/139



21 Bebauungsplan Neubau Verwaltungszentrum

Bei einigen Enthaltungen, aber ohne Diskussion, hat der Gemeinderat die erste Änderung des Bebauungsplans "Neubau Verwaltungszentrum" beschlossen. Die Kita und das erste Gebäude des Rathauses im Stühlinger sind schon in weiten Teilen bezogen; mit der Änderung des Bebauungsplans sollen nun die zweite und dritte Baustufe sowie zur Sundgauallee hin Wohnbebauung in Angriff genommen werden.

Vorlage: G-17/079



22 Sundgauallee zwischen neuem Rathaus und Arbeitsagentur könnte Wohnungsbau weichen

Ein echtes Novum hat der Gemeinderat zur Kenntnis genommen: Erstmals schlägt die Stadtverwaltung vor, eine Straße möglicherweise ersatzlos zugunsten von Wohnbauflächen zu beseitigen. Die Rede ist von der östlichen Sundgauallee im Bereich des neuen Rathauses im Stühlinger. Geprüft wird aber auch eine Verkehrberuhigung der Straße, ohne sie ganz aufzugeben.

Ohne die Sundgauallee gäbe es mehr Platz für Wohnbau und Freiräume

Nach einem Vorschlag der Projektgruppe Neue Wohnbauflächen sollen die Kleingärten im Bereich Kleineschholz zwischen Lehner Straße, Güterbahntrasse und Fehrenbachallee zu Wohnbau- und Grünflächen werden. Mitten hindurch führt die Sundgauallee mit dem Charakter einer Umgehungsstraße. Ohne das trennende Straßenstück könnte eine zusammenhängende Grünfläche zwischen Berufsschulzentrum und der Agentur für Arbeit entstehen. Außerdem entstünde nördlich des neuen Rathauses ein viel günstiger geschnittenes Baufenster für Wohnungen.Entfiele das Straßenstück, könnte für den Durchgangsverkehr parallel der Güterbahnlinie eine Ersatzstraße zwischen Lehener Straße und der Sundgauallee entstehen. Möglich wäre aber auch ein kompletter Verzicht einer solchen Verbindungsstraße. Lediglich kleine Straßen würden dann die Wohngebiete von der Lehener Straße und von dem östlich der Bahn bestehenden Brückenkopf der Sundgauallee übernehmen.Natürlich wäre auch der Erhalt der Sundgauallee denkbar, dann jedoch zurückgebaut und mit zusätzlichen Querungsmöglichkeiten versehen. Nähere Untersuchungen sollen bis Ende des Jahres mehr Klarheit über Vor- und Nachteile der Varianten bringen.

Lob für die mutige Idee, Skepsis wegen des Verkehrs

Überwiegend zustimmend, teils auch skeptisch äußerten sich die Verterinnen und Vertreter des Gemeinderats über den ungewöhnlichen Verwaltungsvorschlag. Während sich Helmut Thoma (Grüne) geradezu euphorisch über diese „mutigen“ Idee äußerte, warnten Martin Kotterer (CDU) und Stefan Schillinger (SPD) davor, dass benachbarte Straßen dann möglicherweise unter einer starken Verkehrsmehrbelastung zu leiden hätten. Michael Moos (UL) nannte den Vorschlag gut, zumal sich die Wahl der Verkehrsmittel vom Auto auf Rad und ÖPNV verlagere. Zustimmung signalisierten auch Simon Waldenspuhl (JPG) und Wolf-Dieter Winkler (FL/FF), der hierdurch auch eine Chance kommen sah, einen Teil der Kleingartenanlage doch zu erhalten.Viele Infos zu den Flächen im Stühlinger finden Sie unter www.freiburg.de/prowo; ein kurzes Video mit Drohnenaufnahmen der Sundgauallee gibt es hier.

Vorlage: G-17/072



23 Alte Müllhalde bekommt Bebauungsplan

Ohne Diskussion und einstimmig hat der Gemeinderat den Entwurf des Bebauungsplans „Eichelbuck“ gebilligt. Mit dem Bebauungsplan können die energetischen und abfallwirtschaftlichen Anlagen, die für die Nachsorge der Deponie notwendig sind, weiterhin genehmigt werden. Auf der Deponiekuppe befindet sich neben einer Grünschnittkompostierung auch ein Besucherpavillon als Informationszentrum für abfallwirtschaftliche und umweltrelevante Themen. Eine Nutzung der Deponie als Naherholungsgebiet ist während der Nachsorgezeit, die noch mindestens bis 2050 dauern wird, allerdings nicht vorgesehen.

Vorlage: G-17/080 und G-17/080.1



24 Grünes Licht für Sanierungsverfahren im der Sulzburger Straße

Das Gebiet um die Sulzburger Straße im Stadtteil Weingarten ist in das Sanierungs-Programm Soziale Stadt aufgenommen worden. Jetzt hat die Verwaltung Ergebnisse aus einer Voruntersuchung vorgelegt, und der Gemeinderat die Sanierungssatzung beschlossen. In einem kontinuierlich tagenden Begleitgremium sollen auch die Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil zu Wort kommen. Was genau geplant ist und wieviel Geld in den kommenden Jahren zur Verfügung steht, lesen Sie in:
 
 

Vorlage: G-17/135



25 Sanierung der Knopfhäusle-Siedlung

Einstimmig und ohne Diskussion hat der Gemeinderat vorbereitende Untersuchungen für die Sanierung der Knopfhäusle-Siedlung in der Wiehre beschlossen. Damit möchte man detaillierte Kenntnisse über die soziale, strukturelle und städtebauliche Situation in der Siedlung gewinnen. Weil die Knopfhäusle-Siedlung hohen denkmalpflegerischen Wert hat, wird zusätzlich eine historische Ortsanalyse gemacht, um entsprechend zu sanieren.

Vorlage: G-17/137



26 Brandschutz in Hochhäusern

Eine Brandkatastrophe wie in dem 24-geschossigen Londoner Grenfell Tower ist in Freiburg unwahrscheinlich, urteilt das städtische Baurechtsamt, was der Gemeinderat zur Kenntnis genommen hat. Im Grenfell Tower hatten sich am 14. Juni dieses Jahres nach einem Kühlschrankbrand die Flammen über die Fassade mit Wärmedämmplatten auf das Gesamtgebäude ausgebreitet – mit verheerenden Folgen.

Unmittelbar nach dem Brand in London hat das städtische Baurechtsamt die Fassaden aller 80 Freiburger Hochhäuser untersucht. Das Ergebnis: In Freiburger Hochhäusern wurden keine vergleichbaren Fassaden verbaut. Nach den Brandverhütungsvorschriften in Baden-Württemberg hätte eine Fassade wie in London gar nicht verbaut werden dürfen.


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Veröffentlicht am 26.07.2017

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