Immer die Ruhe bewahren

Wespen und Hornissen - Unbeliebte tierische Gäste

Wespen und Hornissen sind nicht bei jedem beliebt. Viele Menschen fürchten sich vor ihnen oder sind durch Allergien sogar gefährdet. Doch nicht alle Wespenarten sind aggressiv. Zu Stichen kommt es meist erst, wenn die Insekten durch menschliches Fehlverhalten irritiert werden. Ein Wespennest sollte man nicht im Alleingang entfernen.

Zwei Feldwespen auf einem grün-gelben Blatt
Feldwespen sind nicht nur schlanker, sondern auch weit weniger aggressiv als ihre „gemeinen“Schwestern. (Foto: B. Vath)

Von den etwa 16 heimischen Wespenarten sind zwei Arten in naturschutzrechtlicher Hinsicht nicht besonders geschützt. Dies sind die Deutsche Wespe (Vespula germanica) und die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris), beide mit ähnlichem Aussehen: Ihr Körper ist etwa 15 bis 20 mm lang und der Hinterleib charakteristisch gelb-schwarz gebändert. Sie fliegen bis Mitte November aus und setzen ihren Stachel schnell zur Abwehr ein. Doch nicht alle Wespen stechen schnell: Die Feldwespe kann man sogar fast als friedfertig bezeichnen. Auffällig ist ihr meist schlanker Körper mit längeren Beinen und die spindelförmig zulaufende Taille.

Zu der Familie der Wespen (Vespidae) gehört auch die Hornisse (Vespa crabro). Diese ist jedoch deutlich größer (bis ca. 30 mm), eher gelb-rot/braun gefärbt und gilt als besonders geschützte Tierart. Bei Einhaltung bestimmter Verhaltensregeln ist sie ebenfalls als friedfertig einzustufen. Bei heftigen Handbewegungen vor allem in Nestnähe kann dies jedoch auch bei der Hornisse eine Verteidigungsreaktion auslösen. Ein Ammenmärchen ist übrigens die angebliche Gefährlichkeit von Hornissenstichen. Tatsächlich ist ein Stich der brummenden Riesen kein bisschen gefährlicher als bei normalen Wespen.

Was tun bei einem Wespennest?

Viele Wespenarten zählen zu den staatenbildenden Insekten. Im Herbst sterben sie bis auf die Königin ab und das alte Nest steht leer. Dass sich auch manche Hornissenkönigin in und an Häusern zum Nestbau verleiten lässt, liegt daran, dass natürliche Baumhöhlen selten geworden sind und somit Ersatzhöhlen im menschlichen Siedlungsbereich aufgesucht werden. Vorbeugen kann man, wenn man mögliche Einschlupflöcher beispielsweise zu Rollladenkästen abdichtet. Wenn das Nest durch Kinder oder Allergiker im Haus Gefahren birgt, können qualifizierte Fachfirmen Nester umsiedeln oder aus Sicherheitsgründen vernichten. Geschützte Wespenarten wie Hornissen, Hummeln und alle Wildbienen dürfen nicht von Laien bekämpft werden. Sie stehen unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes.

Adressen von Spezialfirmen zur Umsiedlung von Wespen und Hornissen kann man beim Umweltschutzamt der Stadt Freiburg (Tel. 201-6125 / -6126 /-6127) erfragen oder im Branchenbuch finden.

Mehr Infos unter www.freiburg.de/artenschutz.

Veröffentlicht am 14.07.2017

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