Bericht aus der Ortschaftsratssitzung vom 20.06.2017

An der Ratssitzung nahmen neun Mitglieder des Rates teil. Der 2. stellvertretende Ortsvorsteher Bernhard Ganter leitet die Sitzung in Vertretung für Ortsvorsteher Hermann Dittmers. Die öffentliche Sitzung dauerte knapp über eine Stunde.
Zuhörer: 2

Jugendsozialarbeit an Schulen
 
Mit der Einrichtung von Schulsozialarbeit an den allgemeinbildenden Schulen wurde im Jahr 2000 in Freiburg zunächst an Hauptschulen begonnen. Der Ausbau wurde ab 2002 auf Förderschulen ausgedehnt und kontinuierlich - eine Schule pro Schuljahr - weiterverfolgt. Für den Doppelhaushalt 2017/2018 wird die abschließende Ausbaustufe der Schulsozialarbeit an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Freiburg angestrebt.
 
Christoph Lang, Sozialarbeiter im Amt für Kinder, Jugend und Familie (AKI) erläuterte dem Rat die Sachlage. Geplant ist eine 75%-Stelle für eine/n Schulsozialarbeiter/in für die beiden Grundschulen in Kappel und Ebnet gemeinsam (Schauinslandschule in Kappel und Feyel-Schule in Ebnet).
 
Der Ortschaftsrat stimmte der städtischen Vorgehensweise einstimmig zu.
 
 
Schulentwicklungsbericht 2017
 
Die Verwaltung erstellt seit 2011 zusammenfassende Berichte zur Schulentwicklungin der Stadt Freiburg. In ihrem Vortrag stellte die stellvertretende Amtsleiterin vom Amt für Schule und Bildung (ASB), Ingrid Geiß, fest, dass der Fortbestand der Kappler Grundschule aufgrund der steigenden Schülerzahlen gesichert ist. Es wird sogar über eine 2-zügige Auslegung nachgedacht, verdeutlichte Frau Geiß.
 
In den letzten beiden Jahren wurden bedingt durch die große Zahl an Zuwandernden
erhebliche Anstrengungen unternommen, um geflüchteten Kindern und Jugendlichen den Einstieg in unser Bildungssystem zu ermöglichen. Dies stellte die Schulen sowohl räumlich als auch organisatorisch vor große Herausforderungen, beginnend von den Grundschulen bis hin zu den beruflichen Schulen. Ein weiterer Schwerpunkt in den vergangenen Jahren war der Ausbau der Schulkindbetreuung sowie der Ganztagsschulen mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft die Chance auf gute Bildung zu ermöglichen. Weiterhin im Fokus bleiben der Neubau von Schulen sowie die Sanierung und Modernisierung von Bestandsgebäuden, insbesondere unter dem Aspekt der Digitalisierung.
 
Der Ortschaftsrat nahm den Schulentwicklungsbericht 2017 einstimmig zur Kenntnis.
 
 
Perspektivplan Freiburg 2030
 
Pieter van der Kooij vom Stadtplanungsamt der Stadt Freiburg präsentierte das neue räumliche Leitbild für Freiburg.
 
Der Perspektivplan Freiburg 2030 ist das Ergebnis eines intensiven Beteiligungsprozesses, den das Stadtplanungsamt zwischen 2014 und 2016 durchgeführt hat. In diesem innovativen Planungsverfahren haben unterschiedliche Gruppen der Stadtgesellschaft, die Politik, die Öffentlichkeit und die Fachämter der Stadtverwaltung Freiburg unter Begleitung des "Team Perspektivplan" in vier intensiven Beteiligungsschritten ein neues räumliches Leitbild für Freiburg erarbeitet. Dies beruht auf drei zentralen Grundsätzen:
 - Freiräume und Wohneinheiten sollen zusammen gedacht und umgesetzt werden Der Perspektivplan zeigt, wie die Stadt Freiburg strukturell weiterentwickelt werden soll. Dabei ist der zentrale Grundsatz des Planwerks, dass Freiräume und Wohneinheiten gemeinsam entwickelt werden sollen. Mehr Wohneinheiten sollen also nur dort gebaut werden, wo eine ausreichende öffentliche Freiraumversorgung sichergestellt werden kann. - Hohe bauliche Dichte soll mehr Lebendigkeit und mehr öffentliches Leben bringen Im Beteiligungsprozess wurde klar, dass urbane Dichte vor allem dann positiv empfunden wird, wenn sie Lebendigkeit und Kontaktmöglichkeiten mit sich bringt. Zentral ist die städtebauliche und freiräumliche Qualität. Wichtige Qualitätsmerkmale sind ein Wechselspiel aus belebten, dichten und ruhigen, weiten Orten sowie die Möglichkeit, die eigene Privatsphäre zu wahren und das Verhältnis zwischen sozialem Miteinander und privaten Rückzugsmöglichkeiten selbst bestimmen zu können. - Durch eine klare, lesbare Stadtstruktur sollen neue räumliche Potenziale erschlossen werden Der Perspektivplan entwirft die Struktur der Stadt von Morgen. Diese neue Betrachtungsweise hat den Blick über die Quartiere hinaus gewagt und die Stadt als Ganzes ins Visier genommen. Dadurch konnten schlummernde räumliche Potenziale gefunden werden. Die Weiterentwicklung einer einprägsamen Stadtstruktur mit intensiv nutzbaren öffentlichen Räumen ist ein zentraler Grundsatz des Perspektivplans. 
Der Ortschaftsrat nahm die Anwendungen der „Sieben Werkzeuge des Perspektivplans“ und das gesamtstädtische räumliche Leitbild für die Feiraum- und Siedlungsentwicklung einstimmig und zustimmend zur Kenntnis.
 

Bauantrag
 
Nach Einsichtnahme in die Pläne und Bauantragsunterlagen für die beabsichtigte Errichtung einer Dachgaube mit Balkonanbau an einem bestehenden Wohnhaus in der Großtalstraße wurde einstimmig das Einvernehmen erteilt und eine zustimmende Stellungnahme an das BRA beschlossen.
 

Bekanntgaben
 
In der Ratssitzung wurde über eine geplante Kanalsanierung in der Straße Im Peterhof informiert. Die bnNETZE teilte der Ortsverwaltung mit, dass das dortige Schmutzwassersystem sanierungsbedürftig sei und die Kanäle teilweise große Schäden aufweisen. Ein genaues Ausführungsdatum sei noch nicht bekannt. Zuvor werden Vermessungen durchgeführt.
 
Außerdem informierte der 2. stellvertretende Ortsvorsteher Bernhard Ganter über ein Schreiben des Sportvereins Kappel e.V. betreffs der geplanten Aufstellung von ehemaligen „Flüchtlingscontainern“ als Duschen- und Umkleidekabinen am Sportheim Kappel.

Veröffentlicht am 23.06.2017