Hochdorf und Munzingen

Stadtbau kauft 223 zusätzliche Wohnungen

Die Freiburger Stadtbau kauft insgesamt 223 Wohnungen in Hochdorf und Munzingen von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft investiert hierfür rund 25,5 Millionen Euro.

Acht Gebäude mit 135 Wohnungen kauft die Stadtbau an den "Riedmatten" (oben) und "Alte Ziegelei" (links) in Hochdorf (Foto: Stadt Freiburg)

Zum Verkauf stehen zwei Wohnanlagen mit insgesamt zwölf Gebäuden: In den Straßen "Riedmatten" und "Alte Ziegelei" in Hochdorf befinden sich acht Gebäude mit 135 Wohnungen auf einer Wohnfläche von 9.582 Quadratmetern. Weitere 88 Wohnungen in vier Gebäuden befinden sich in der Straße "Im Sauergarten" in Munzingen und verteilen sich auf eine Wohnfläche von 6.562 Quadratmeter.

Bereits im Jahr 1990 hat die damalige Siedlungsgesellschaft und heutige Freiburger Stadt-bau (FSB) einen Generalmietvertrag für die Anmietung von zwei Wohnanlagen mit 223 Wohnungen in den Stadtteilen Hochdorf und Munzingen mit der LBBW abgeschlossen. Dieser Mietvertrag wird im Jahr 2023 auslaufen. Da die Siedlungsgesellschaft seinerzeit den Bau der Wohnanlagen verantwortete und nach Fertigstellung die direkte Vermietung an die Mieterinnen und Mieter übernahm, wurde im Rahmen dieses Vertrages ein Vorkaufsrecht für die Gebäude samt Grundstücke durch die FSB vereinbart.

Weiterhin sah der Vertrag vor, dass die Instandhaltung und Instandsetzung der Gebäude dem Eigentümer der Liegenschaften obliegt. Oberbürgermeister Dieter Salomon: "Mit der Inanspruchnahme des Vorkaufsrechtes ist es der FSB möglich, ihren Wohnungsbestand zu vergrößern und damit weiterhin ein umfangreiches Angebot an Wohnraum sowie bezahlbaren Mieten auf dem Freiburger Wohnungsmarkt sicherstellen zu können."

Nach dem Erwerb der Liegenschaften wird die Stadtbau die Gebäude für rund 3 Millionen Euro sanieren müssen. Geplant ist, zur Finanzierung 24 der 223 Wohnungen an private Eigennutzer zu veräußern. Die Wohnungen sollen den Bewohnerinnen und Bewohnern zum Kauf angeboten werden. Mieter, die ihre Wohnungen nicht selbst erwerben möchten, können natürlich weiterhin bei der FSB zur Miete wohnen. Neben der Refinanzierung der erforderlichen Sanierung möchte die Stadtbau mit der geplanten Veräußerung von rund 11 Prozent der Wohnungen jungen Familien den Erwerb von preisgünstigem Wohneigentum ermöglichen und so auch eine soziale Durchmischung in den Wohnanlagen schaffen.

Veröffentlicht am 23.05.2017

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