Amt für Migration und Integration jetzt im Telekomgebäude

Zentrale Anlaufstelle für Migrant_innen

Das neue AMI befindet sich im Telekomgebäude (Seitenflügel). Foto: A.J. Schmidt

Für alle Fragen rund um Integration und Migration ist jetzt das Telekom-Gebäude in der Berliner Allee die erste Adresse: Die zuständigen Stellen für Wohnen, Sozialbetreuung, Arbeitsmarktintegration, Geld- und Sachleistungen, Bildungsangebote versammeln sich unter einem Dach.

In den neuen Räumlichkeiten im ehemaligen Telekomgebäude hat zeitgleich auch das Kompetenzzentrum für Geflüchtete seine Arbeit aufgenommen. Damit hat Freiburg als eine der ersten Kommunen in Deutschland eine auf migrationsspezifische Anforderungen orientierte Behörde geschaffen.

Bereits im vergangenen Sommer hatte die Verwaltung auf die verstärkte Zuwanderung von Geflüchteten reagiert und mit dem Amt für Migration und Integration (AMI) eine neue Verwaltungseinheit geschaffen. Das breite Aufgabenspektrum, das von der Unterbringung in Heimen und Wohnungen, über Geld- und Sachleistungen, Sozialbetreuung, Unterstützung bei der Beschäftigung bis zu Bildungs- und Integrationsangeboten reicht, war zuvor auf vier verschiedene Dienststellen verteilt. Das AMI stellt aber seine Dienstleistungen keineswegs nur für Geflüchtete bereit, sondern für alle rund 60 000 Personen in Freiburg, die einen Migrationshintergrund mitbringen.

Kompetenz-Center für Arbeitsmarktintegration

Zeitgleich wurde im selben Gebäude auch das Kompetenz-Center für Geflüchtete eröffnet. Dies bietet erstmals gebündelt alle Serviceangebote rund um die Themen Arbeit und Ausbildung für Migranten. Mit im Boot sind hier neben der Integrationsabteilung des AMI auch die Arbeitsagentur, das Jobcenter und der Projektverbund Baden mit zusammen 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Bertelsmann-Stiftung unterstützt das Center, dessen Erfahrungen auch anderen Kommunen zugänglich gemacht werden sollen.

Ziel des Centers ist es, Geflüchtete rasch an eine Ausbildung oder an den Arbeitsmarkt heranzuführen und über Sprachförderung, Praktika und Qualifikationen zu informieren. Die gebündelte Kompetenz soll helfen, schnell und effektiv zum Ziel zu kommen.

Vermittlung in Arbeit klappt überdurchschnittlich gut

Auch die Verwaltung profitiert von dem Zusammenschluss: Dienstwege werden kürzer, Angebote und Leistungen werden besser koordiniert und Einzelfälle lassen sich rascher klären. Die Vermittlung von Geflüchteten in Arbeit gelingt in der Region bereits heute überdurchschnittlich gut. Während der Schnitt bundesweit bei rund 10 Prozent liegt, konnte in der Region im vergangenen Jahr fast jeder dritte arbeitslose Geflüchtete – zusammen 480 Personen – in eine Ausbildung oder an eine Arbeitsstelle vermittelt werden; Mit dem Kompetenz-Center soll sich diese Erfolgsquote noch weiter verbessern. Dabei werden sich auch wichtige Akteure des Freiburger Arbeitsmarkts, wie die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer, die Universität und viele Großunternehmen beteiligen.

Veröffentlicht am 07.04.2017