Bericht aus der Ortschaftsratssitzung vom 07.03.2017

An der dritten Ratssitzung in diesem Jahr in Kappel nahmen 11 Mitglieder des Rates teil. Ein Mitglied war aus beruflichen Gründen entschuldigt. Die öffentliche Sitzung dauerte rund eine Stunde. Zuhörer: 6

Bürgerfrageviertelstunde
 
Eine Bürgerin beklagte die verschlechterte Situation für Fahrgäste der Freiburger Verkehrs AG (VAG) nach der Fahrplanumstellung am 6. März. Insbesondere auf der Kappler Linie 17 seien Verbindungen in den Nachmittagsstunden weggefallen und diese Busse fehlen nun, wenn Schüler-/innen von den städtischen Schulen nach Hause nach Kappel wollen. Je nach Schulschluss hätten die Kinder bis zu einer Stunde Wartezeit an der Haltestelle Lassbergstraße für eine Weiterfahrt nach Kappel oder in die Molzhofsiedlung.
 
Ortsvorsteher Hermann Dittmers nahm die Kritik auf und wird sich mit den Verkehrsbetrieben in Verbindung setzen.
 
Beteiligungshaushalt 2017/2018
 
Der Ortschaftsrat nahm den Bericht zum Stand der Beteiligung im Online-Forum zur Kenntnis.
 
Bauantrag
 
Nach Einsichtnahme in die Bauantragsunterlagen für den geplanten Anbau eines Wintergartens und Erweiterung des Kellers an einem bestehenden Wohnhaus in der oberen Großtalstraße wurde einstimmig das Einvernehmen erteilt und eine zustimmende Stellungnahme an das Baurechtsamt beschlossen.
 
Ehrungen und Jubiläen
 
Ortsvorsteher Hermann Dittmers würdigte die langjährige Tätigkeit von Ortschaftsrat Bernhard Ganter als aktives Ratsmitglied seit 1997. Er überreichte eine Urkunde und die silberne Ehrennadel des Städtetages Baden-Württemberg sowie ein Buchpräsent der Stadt Freiburg.
 
In seiner Laudatio erwähnte Ortsvorsteher Dittmers, dass Bernhard Ganter sich engagiert im Rat eingesetzt habe, auch wenn die Dinge nicht immer einfach waren. „Er ist immer seinem Leitsatz einer bürgernahen Politik gefolgt“, lobte der Ortsvorsteher.
 
Ganter bedankte sich für die Ehrung und hob das konstruktive Miteinander im Rat hervor. Er sei noch jedes Mal gerne in die Sitzungen gekommen und dabei betonte er, dass „alle Ratsmitglieder an einem Strang ziehen für Kappel.“
 
Bekanntgaben und Verschiedenes
 
Ortsvorsteher Hermann Dittmers informierte über zwei Bauanträge, die in der nächsten OR-Sitzung behandelt werden sollen. Es geht um einen Antrag zur Erweiterung eines Doppelhauses in der Kirchzartener Straße und um den Teilabbruch und Neuaufbau des Dachstuhles mit Balkonanbau in der Straße Am Bannwald.
 
Außerdem informierte der Ortsvorsteher über eine verkehrsrechtliche Anordnung nach § 45 Straßenverkehrsordnung (StVO) für die Kirchzartener Straße und den Erzweg in Kappel. Bei einem Ortstermin wurde als sinnvollster Lösungsansatz erwogen, den Fußweg auf der Südseite der Kreisstraße K 4909 zwischen der östlich gelegenen Querungshilfe und der Einmündung Erzweg, welcher durch Zusatzzeichen 1022-10 StVO für Radfahrende freigegeben ist, als reinen Fußweg nach Zeichen 239 StVO auszuweisen. Hierdurch müssten die Radfahrenden aus Richtung Kirchzarten, welche in westliche Richtung orientiert sind, bereits in Höhe der Querungshilfe auf die Nordseite der Straße wechseln. Somit wäre der Gefahrenstelle größtenteils entgegengewirkt.
 
Um die aus dem Erzweg ausfahrenden Kraftfahrenden zusätzlich auf im Einmündungsbereich querenden Radfahrenden hinzuweisen, wurde ferner beschlossen, die Radfurt über diese Einmündung rot einzufärben sowie die Furt mit Radpiktogrammen zu verdeutlichen. Zudem wird der richtungsbezogene Radweg auf der Südseite der Kirchzartener Straße westlich der Einmündung Erzweg mit einem Radpiktogramm mit Fahrtrichtungspfeil versehen.
 
Der Ortsvorsteher informierte über Geschwindigkeitsmessungen in der Großtalstraße. Der Gemeindevollzugsdienst der Stadt Freiburg hatte ab November 2016 sieben Messungen im Bereich südlich der Einmündung Bahnhofstraße durchgeführt. In Höhe Reichenbachstraße 6 lag dabei die Beanstandungsquote unter 9 %, im Bereich der nördlichen Einmündung Hagenmattenstraße bei 15 %.
 
Bei den Messungen im Bereich Haltestelle Schulerdobel und besonders gegenüber Hausnummer 14 lag die Beanstandungsquote zunächst deutlich über diesem Wert. Im Schnitt fuhren dort knapp 24 % der Verkehrsteilnehmer zu schnell. Insgesamt wurden bei den Messungen über 200 Übertretungen festgestellt, 7 davon im Anzeigenbereich. Der Anzeigenbereich wurde nur an der Messstelle gegenüber Hausnummer 12/14 erreicht.

Erfreulich sei, so Dittmers, dass eine Reaktion erfolgt ist. Im Dezember 2016 lag die Beanstandungsquote der Messung bei Hausnummer 14 zuletzt unter 15 %.

Nachdem die Wirkung von Kontrollen immer wieder erneuert werden muss, wird der Gemeindevollzugsdienst die Großtalstraße weiter im Blick behalten und ggf. auch wieder bei den Kontrollen einen Schwerpunkt mit einer dichteren Abfolge von Kontrollen setzen.
 
Passend zur Bürgerfrageviertelstunde zu Beginn der Ratssitzung bat Ortschaftrat Martin Dold (SPD) darum, auch den neuen Fahrplan der Freiburger Verkehrs AG (VAG) auf die Liste der Themen zu setzen, die im Mai beim OB-Besuch erörtert werden sollen, da er über den neuen Fahrplan (ab 06.03.2017) enttäuscht sei. Zum einen seien viele Busverbindungen von und nach Kappel weggefallen und zum anderen funktionieren Anschlüsse von Bus und Straßenbahn an die Höllentalbahn (Deutsche Bahn) nicht. „Die Taktung mit der Höllentalbahn funktioniert gar nicht“, sagte OR Dold. Außerdem sei er darüber enttäuscht, dass diese maßgeblichen Änderungen nicht im Rat angekündigt oder vorbesprochen wurden, wie dies seitens des Verkehrsplaners der VAG, Oliver Benz, in einer vorangegangenen Sitzung zugesagt worden sei. Auch Ortschaftsrätin Christiane Kramer (Grüne Liste Kappel) schloss sich der Kritik an dem neuen VAG-Fahrplan an.
 
Ortsvorsteher Dittmers sagte zu, sich mit der VAG ins Benehmen zu setzen.

Veröffentlicht am 09.03.2017