Aktionswoche

Viele Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag

Der Internationale Frauentag am 8. März ist für Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt ein wichtiges Datum. In Freiburg schließt sich ihm eine ganze Aktionswoche mit vielen Veranstaltungen an.

Frauen in Aktion: Bereits vorletzte Woche demonstrierten und tanzten rund 200 Frauen auf dem Freiburger Rathausplatz für ihre Rechte. Die Aktion war Bestandteil der Kampagne „One billion rising“, mit der Frauen in aller Welt am 14. Februar auf bestehende Ungerechtigkeiten aufmerksam machen. (Foto: C. Heim)

Nach wie vor ist die Gleichstellung der Geschlechter weder in Deutschland noch im Rest der Welt verwirklicht. So verdienen Frauen durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer. Statistisch erfährt jede dritte Frau mindestens einmal im Leben häusliche oder sexualisierte Gewalt. Und auch in Zeiten von Elterngeld oder dem gesetzlich verankerten Recht auf Teilzeit sind Kindererziehung, Pflege und Hausarbeit nach wie vor überwiegend Aufgaben der Frauen.

Der Internationale Frauentag ist damit auch über 100 Jahre nach seiner Premiere ein wichtiger Tag, um die Rechte von Frauen öffentlichkeitswirksam einzufordern.

Programm am Frauentag

Im Anschluss an den 8. März findet die Aktionswoche bis zum 18. März mit 34 Veranstaltungen statt, die wichtige frauenpolitische Themen aufgreifen. So können sich Frauen und Mädchen über Ausbildung und Beruf, Gesundheit, Familie, Diversity und Antidiskriminierung, Gewalt gegen Frauen, Flucht und Migration, aber auch Recht, Gesetz und Werte, Empowerment und Selbstverteidigung informieren. Angeboten werden Vorträge, Infoveranstaltungen, eine Podiumsdiskussion, Workshops, Filme, Ausstellungen, Theater und Konzerte, Gesundheitsangebote, ein Gottesdienst und ein großes internationales Fest.

Geschlechtsspezifische Gewalt bekämpfen

Insbesondere das Thema Gewalt gegen Frauen ist leider immer noch aktuell. Nachdem das letzte Jahr mit zahlreichen Übergriffen in der Silvesternacht in Köln begann, weitere Übergriffe bekannt wurden und in Freiburg und der Region zwei junge Frauen grausam ermordet wurden, hat das Sicherheitsgefühl vieler Frauen stark gelitten. Manche von ihnen schränken seitdem ihren Aktionsradius, vor allem nachts und allein, stark ein. Mit der Reform des Sexualstrafrechts Mitte letzten Jahres konnte zumindest der von Frauengruppen seit langem geforderte Grundsatz „Nein heißt nein“ rechtlich verankert werden. Die Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt bleibt aber ein vordringliches Anliegen.

Das Programm der Aktionswoche ist im Innenstadtrathaus bei der Bürgerberatung, bei der Gleichstellungsstelle oder unter www.freiburg.de/frauenbeauftragte erhältlich.

Veröffentlicht am 28.02.2017