Neues Theaterstück für Kinder

Karlsson vom Dach kommt auf die Bühne

Freunde des Kinderbuchklassikers „Karlsson vom Dach“ dürfen sich freuen: Am Samstag, 18. Februar, landet Astrid Lindgrens Streichemacher im Werkraum des Freiburger Theaters und treibt dort allerlei Schabernack.

Ab Samstag, 18. Februar, sorgt Karlsson vom Dach im Theater für Radau (Foto: M. Korbel)

Er fliegt wie ein Hubschrauber, lügt, dass sich die Balken biegen, und stiftet Unruhe, wo er nur kann. Karlsson vom Dach ist nicht unbedingt der Freund, den sich Eltern für ihre Kinder wünschen. Und dennoch ist er ein Freund, wie ihn der kleine Lillebror braucht – denn er bringt Leben ins sonst so von Erwachsenen dominierte Dasein des eher schüchternen Kindes. Mit seiner Maxime „Das stört keinen großen Geist“ sorgt Karlsson nicht nur für größtes Chaos in Lillebrors Kinderzimmer, nein, er bringt ganz Stockholm in Aufregung. Gemeinsam schlagen sie Einbrecher in die Flucht, jagen die strenge Haushälter Fräulein Bock ins Bockshorn und wühlen sich durch den von Karlsson angehäuften Schrott.

Der Fantasie einen Raum geben

„Das interessante an der Figur Karlsson ist, dass er der Fantasie viel Raum gibt, die im Alltag vieler Kinder und Jugendlicher nicht mehr groß zum Zuge kommt“, erklärt Michael Kaiser, der künstlerische Leiter des Jungen Theaters, „da alles getaktet und vorgegeben ist.“ Fantasie ist bei der Inszenierung, die von Michael Kaiser, Gesa Bering, Benedikt Grubel und Jan Paul Werge gemeinschaftlich erarbeitet wurde, jedoch gefragt, denn es wird den kleinen Besucherinnen und Besuchern kein vorgefertigtes Bühnenbild präsentiert, das hier das Kinderzimmer, dort das Wohnzimmer und hinten im Eck Karlssons Häuschen zeigt.

Das 1955 von Astrid Lindgren geschriebene Kinderbuch steht bis heute ganz weit oben auf der Liste der Bücher, die man gelesen haben muss. Denn es ist nicht einfach nur eine lustige Geschichte von einem seltsamen Kerl mit einem Propeller auf dem Rücken, sondern sie zeigt, dass jeder Mensch – egal wie viele Fehler er hat – irgendetwas besonders gut kann, was ihn liebenswürdig und wertvoll macht. „Mit seiner Art die Welt zu sehen, kann man auch als Erwachsener noch ganz viel lernen“, findet Michael Kaiser. Vielleicht sollte jeder einmal wieder etwas ausprobieren, das auf den ersten Blick gar keinen Sinn macht, einfach, weil es Spaß bringt. Oder, um in der Terminologie Karlssons zu bleiben: Tirritieren, Schabernacken und Figurieren, das macht die Welt etwas bunter.

Karlsson vom Dach, Stadttheater - Werkraum:
Sa, 18.2./25.2./18.3., und
So, 19.2./26.2./19.3., jeweils 16 Uhr
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Veröffentlicht am 13.02.2017

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