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Chiharu Shiota, Produktion der Arbeit Waiting (2002)

14. Oktober 2017 bis 15. April 2018

In guten und in schlechten Zeiten. Wie was bleibt

Museum für Neue Kunst

Was kann, soll und muss ein Museum heute leisten? Was erwarten wir von einem Museum? Und was sind seine Aufgaben? Die Ausstellung „In guten und in schlechten Zeiten. Wie was bleibt“ hinterfragt die Rolle des Museums als „Kunstbetrieb“ mit ständig wechselnden Sonderausstellungen und widmet sich seinem eigentlichen (kulturellen) Kapital: der eigenen Sammlung. Das Museum für Neue Kunst nimmt dabei Werke aus dem eigenen Bestand zum Ausgangspunkt für eine nachhaltige Sammlungserweiterung.

Wie kann was bleiben, altern, sich verändern? Wie können Beziehungen zu Künstlerinnen und Künstlern, privaten und öffentlichen Partnern gestaltet und die eigene Sammlungsgeschichte genutzt und angereichert werden? Sowohl in guten, als auch in schlechten Zeiten? Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung und legt damit den Fokus auf ein wirkmächtiges Merkmal des Museums als öffentlicher Ort und gesellschaftlicher Akteur, der langfristig Verantwortung eingeht und Beziehungen befördert.

Im Prozess der Sammlungserweiterung gibt das Museum für Neue Kunst der künstlerischen Stimme nicht nur Gehör, sondern auch Gewicht. Eine Auswahl von Künstlerinnen und Künstlern der Sammlung schlagen Kunstwerke anderer Künstlerinnen und Künstler vor, die jeweils ihrem Werk in der Sammlung des Museums für Neue Kunst ein gelungenes Gegenüber sein können.

Mit diesem experimentellen Format versucht das Museum seine eigene Sammlung zu reflektieren und die mit ihr verbundenen Paradigmen und Perspektiven neu zu überdenken. Dabei ist die Ausstellung auch ein Versuch, sich wieder den Gründungsaufgaben des Museums zu nähern: Sammeln, Erhalten, Erforschen und Ausstellen.

Maßgeblich unterstützt wird die Ausstellung vom Förderverein des MNK.