Gärtnern in Freiburg

Konzept zur Entwicklung von Kleingärten und Flächen für gärtnerische Nutzungen

So unterschiedlich die Menschen in Freiburg sind, so vielfältig sind die Ansprüche und Wünsche an gärtnerisch nutzbare Flächen, die von Kleingärten über Mietergärten, von Urban-Gardening im öffentlichen Grün bis hin zu landwirtschaftlichen Reb- und Feldgärten reichen.

Das Stadtplanungsamt und das Garten- und Tiefbauamt stellen momentan ein neues Konzept zur Entwicklung gärtnerischer Nutzungen in Freiburg auf. In Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro lohrberg – StadtLandschaftsarchitektur aus Stuttgart soll mit dem Konzept „Gärtnern in Freiburg“ eine Strategie entwickelt werden, welche die Anzahl und Vielfalt der gärtnerischen Angebote in der Stadt sichert und erhöht.

In diesem Zusammenhang wird das Thema Gärtnern aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und die zukünftige Entwicklung aus den Bedürfnissen unterschiedlicher Gruppen und Akteure abgeleitet. Zentrales Anliegen ist es, neben den schon vorhandenen und zu erhaltenden Kleingärten, auch neue Gärtnerformen, Flächen und Kooperationen zu berücksichtigen und mit beispielhaften Entwurfslösungen zu versehen.

Klassische Dauerkleingärten nach Bundeskleingartengesetz in der Bissierstraße


Städtisch verpachtete Mietergärten im Rieselfeld


Urbaner Garten „Am Rehbrunnen“ über das Programm „Freiburg packt an“


Mietergärten in der Haslacher Straße der Freiburger Stadtbau


Gärtnerische Betätigung vor der Haustür, Baumscheibenpflege in der Karlstraße


Analyse des Bedarfs

Ziel des Konzepts „Gärtnern in Freiburg“ ist es, das richtige gärtnerische Angebot am richtigen Ort zu ermöglichen. Für diese Einschätzung liegen der Stadt bislang keine erhobenen Daten vor. Eine differenzierte Bedarfsanalyse der unterschiedlichen Wünsche und Anforderungen an die Gärtnerformen soll helfen, die Nachfrage nach gärtnerischen Flächen besser einschätzen und damit besser planen zu können.

Zum einen fußt die Bedarfsanalyse auf den Ergebnissen der repräsentativen Bürgerumfrage 2016, welche kleinräumige Analysen bis auf Stadtbezirksebene zulässt. Mit den Ergebnissen lassen sich repräsentativ für die gesamte Stadt die Wünsche nach allgemeinem Interesse, den Gärtnerformen und zumutbare Entfernungen auch unter soziodemographischem Blickwinkel für das Konzept ableiten.

Ab Mitte September bis voraussichtlich Ende Dezember 2016 läuft die zweite Phase der Erhebung. Hierbei kooperiert die Stadt Freiburg mit dem Geographischen Institut der Universität Heidelberg und führt eine stichprobeartige Befragung von rund 600 Haushalten durch. Es werden Bürgerinnen und Bürger in sechs unterschiedlichen Gebietstypen in der Stadt befragt, die sich aus den im Perspektivplanprozess ermittelten Bautypologien wie z.B. freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser, historischen Stadt- und Dorfkernen bis hin zu Geschosswohnungsbau und Großwohnsiedlungen sowie der zugrundeliegenden öffentlichen Freiraumversorgung ableiten. Diese Form der Befragung liefert gezielt Anhaltspunkte für die Zusammenhänge zwischen Wohnform, Freiraumversorgung und Ansprüchen an gärtnerische Flächen und Typus.

Beteiligung der Akteure

Die Beteiligung bezieht unterschiedliche Akteur*innen ein, wie zum Beispiel die in unterschiedlichen Formen aktiven Gärtner*innen, Initiativen, Wohnungs- und Flächeneigentümer*innen, unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und städtischen Stellen. Als begleitender Arbeitskreis aus 25-30 Personen wird das Gremium zu wichtigen Erarbeitungsetappen in den Prozess eingebunden.
Der Arbeitskreis wird im Rahmen der Bearbeitung bis zum Sommer / Herbst 2017 insgesamt dreimal tagen. Zu diesen Terminen wird über Zwischenstände informiert, Ergebnisse werden in Gruppenarbeit geschärft und angereichert, aber auch ein Austausch und Netzwerk zwischen den Teilnehmenden soll hergestellt werden.

Workshop zum Auftakt

Der Auftaktworkshop des Arbeitskreises fand am 22. November 2016 im Technischen Rathaus statt. Thema waren neben der Vorstellung des Projekts und erste Erkenntnisse aus der bisherigen Bestandserhebung unter anderem auch der gemeinsame Blick auf die Vielfältigkeit und die Formen des Gärtnerns und deren Implementierung in der Stadt anhand von Good-Practice-Beispielen. Darüber hinaus wurde eine Bewertung des aktuellen Gartenangebots und eine Perspektive des Gärtnerns in Freiburg anhand von Wünschen und Erwartungen erarbeitet. Das nächste Treffen des begleitenden Arbeitskreises wird voraussichtlich im Februar 2017 stattfinden.

Die Präsentation und das Protokoll zur Veranstaltung können Sie hier herunterladen (8,85 MB)

Schärfung der Bestandserhebung am Übersichtsplan


Arbeit an runden Tischen in Kleingruppen


Präsentation der Gruppenergebnisse im Plenum


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Abteilung Stadtentwicklung
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