Zähringen Nord

Der Bereich in Zähringen Nord bietet die Chance, am nördlichen Stadteingang ein lebendiges Quartier zu schaffen, in dem Wohnen, kleingewerbliche Nutzungen und Einzelhandel Platz finden und durch qualitätsvolle öffentliche Freiräume entlang des renaturierten Zähringer Dorfbachs miteinander verknüpft werden.

Das Plangebiet in Zähringen: Abgrenzung der potenziellen Fläche (Bild: Stadt Freiburg)

Abgrenzung der Fläche

Das Plangebiet Zähringen Nord beschreibt die Fläche beidseits der Gundelfinger Straße in Zähringen. Es erstreckt sich von der Gemarkungsgrenze zu Gundelfingen im Norden bis zur Unterführung der Isfahanallee unter der Güterbahntrasse im Süden. Die Fläche wird für die Planungen in zwei Bereiche, sogenannte Betrachtungsräume eingeteilt.

  • Der Kernbereich Längenloh Nord (rund 4 ha) liegt zwischen dem Gewerbegebiet Längenloh Süd und den nördlich gelegenen Kleingärten „Im Höfle“ sowie der Güterbahntrasse im Osten und der Gundelfinger Straße im Westen.
  • Der weitaus größere Kernbereich (rund 15 ha) erstreckt sich zwischen Isfahanallee und Gundelfinger Straße. Im Norden reicht er bis an den Park + Ride Parkplatz heran, den südlichen Abschluss bildet die spitz zulaufende Grünfläche zwischen Isfahanallee und Güterbahnstrecke.

Kooperatives städtebauliches Entwicklungsverfahren

Im Zuge der Planung für den Gesamtbereich soll geprüft werden, wie diese Flächen entwickelt werden. Dafür wird ein kooperatives städtebauliches Entwicklungsverfahren durchgeführt. Dazu werden verschiedene Planungsbüros beauftragt, strukturelle Ideen (städtebauliche, freiraumplanerische und verkehrsplanerische) zu entwickeln und daraus ein Konzept zu erarbeiten. In dieses Verfahren wird eine Bürgerbeteiligung integriert. Der Auftrag, dieses komplexe Verfahren zu koordinieren wurde im Herbst 2016 an ein externes Büro vergeben.



Aktuell: Entscheidung der Bewertungskommission zur Entwicklung in Zähringen Nord

Am 29. September 2017 sprach sich die Bewertungskommission im Rahmen des kooperativen städtebaulichen Entwicklungsverfahrens für den Entwurf des Berliner Planungsbüros Teleinternetcafe aus.

In der Sitzung hatten sich die Stadtplanungsexpert*innen, Stadträt*innen sowie ein Vertreter aus der Bürgerschaft intensiv mit vier eingereichten Arbeiten beschäftigt, sie verglichen und ihre Empfehlung zum weiteren Verfahren abgegeben.

Alle Entwürfe hatten Stärken im baulichen, verkehrlichen und/oder freiräumlichen Bereich. Am Ende entschied sich die Kommission für das überzeugendste Gesamtpaket im Hinblick auf die Herausforderungen des Plangebiets: Dieses wurde vom Büro Teleinternetcafe zusammen mit Treibhaus Landschaftsarchitekten und der PGV-ALRUTZ Verkehrsplanung erarbeitet. Ihre Leitlinien waren gut ausgebaute Radwegeverbindungen durch das Quartier, gemeinschaftliche Freiräume sowie Gemeinschaftsräume innerhalb der Wohnbebauungen und eine Mischung von unterschiedlichen Bauträgermodellen, Wohnformen und Gebäudehöhen. In den durch Lärm belasteten Bereichen schlägt Teleinternetcafe geschlossene Wohnhöfe in Gestalt einer modernen Blockstruktur vor, um in Kombination mit intelligenten Grundrissen eine hohe Wohnqualität zu erreichen. In den Ausschreibungsunterlagen ging die Stadtverwaltung von ca. 800 Wohnungen aus, insgesamt erzielt das Berliner Büro durch seinen Entwurf ein Entwicklungspotenzial von über 1.400 Wohneinheiten.

Einen ersten Blick auf den Siegerentwurf sowie die drei weiteren Arbeiten von ASTOC, Ernst Niklaus Fausch und MESS können Sie hier (9,243 MB) werfen. Ergänzend wird hier demnächst eine Dokumentation mit ausführlichen Informationen zu allen Entwürfen und zum Prozess eingestellt.

Informationen zur Bürgerbeteiligung im Rahmen des kooperativen städtebaulichen Entwicklungsverfahrens sind in einer Dokumentation (10,654 MB) zusammengefasst.


Wie geht es nun weiter? Die Vorschläge von Teleinternetcafe werden von der Stadtverwaltung intensiv geprüft und gemeinsam weiter ausgearbeitet. Parallel werden die Gespräche mit den ansässigen Grundstückseigentümern weitergeführt. Das Ergebnis wird ein städtebaulicher Entwurf sein, der Grundlage für den aufzustellenden Bebauungsplan sein soll. Sobald dieser überarbeitete städtebauliche Entwurf vorliegt, wird er der Öffentlichkeit vorgestellt.



Rückblick: Einladung zur Ausstellung "Entwicklung der ProWo-Fläche Zähringen Nord"

Im Rahmen des kooperativen städtebaulichen Entwicklungsverfahrens haben die Planungsbüros in den letzten Wochen ihre Ideen ausgearbeitet. Das Ergebnis sind vier städtebauliche Konzepte, die am 29. September 2017 von einer Bewertungskommission beurteilt werden. In einer öffentlichen Ausstellung werden die Arbeiten bereits vor der Sitzung der Bewertungskommission präsentiert. Die Projektgruppe Neue Wohnbauflächen lädt alle Interessierten herzlich zur Ausstellung ein (1,774 MB).

Die Ausstellung im zentralen Bereich des Berufsschulzentrums in der Bissierstraße 17 ist geöffnet von Mittwoch, den 20. September – Freitag, 13. Oktober 2017 zu den folgenden Zeiten:

Montag, Dienstag und Mittwoch 7 - 21 Uhr
Donnerstag: 7 bis 18:30 Uhr
Freitag 7 bis 17:30 Uhr
Samstag 8 bis 11:30 Uhr

Bitte beachten Sie: Am Samstag, den 30. September sowie am Montag, den 2. Oktober ist die Ausstellung geschlossen.

Am Mittwoch, 27. September 2017 werden geführte Rundgänge um 16, 17 und 18 Uhr angeboten. Für die organisatorische Planung bitten wir um Anmeldung zu einem der Rundgänge bis Freitag, den 22. September. Zum Anmeldeformular geht es hier. Bis einschließlich 27. September können im Rahmen der Ausstellung Anmerkungen zu den ausgestellten Konzepten abgegeben werden. Diese werden an die Bewertungskommission übergeben.
 
Die Entwürfe der Planungsteams, die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung und die Empfehlungen der Bewertungskommission werden in die Ausgestaltung des Bebauungsplans einfließen.



Blick auf einen Tisch mit Plänen und Stiften
Werkstattwoche im Juni (Foto: Stadt Freiburg)

Rückblick: Werkstattwoche "Entwicklung der ProWo-Fläche Zähringen Nord"

Die Projektgruppe Neue Wohnbauflächen hat im Zuge des kooperativen städtebaulichen Entwicklungsverfahrens vier Planungsbüros beauftragt, Ideen zu den Themen Städtebau, Freiräume und Verkehr für die Fläche Zähringen Nord zu entwickeln. Zum Auftakt der Beauftragung fand vom 20. – 23. Juni eine gemeinsame Werkstattwoche in Freiburg statt.

In der Werkstattwoche kamen alle Akteure mit den Planungsbüros in den direkten Austausch. Bürgerschaft, Eigentümer*innen, Vertretungen von Kinderbüro und Jugendbüro, Mitglieder der Bewertungskommission, Fachämter der Stadt Freiburg: alle haben ihre Ideen, Anregungen und ihr Wissen in einem intensiven Dialog mit den Büros geteilt. Und es wurden bereits erste städtebauliche Ideen entwickelt, die am Ende der Woche der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Wie die Woche verlief, was die Ergebnisse sind und wie es im Prozess weiter geht, finden Sie in einer Dokumentation zusammengefasst (10,654 MB).

Die Planungsbüros haben nach der Werkstatt vertieft an den städtebaulichen Konzepten gearbeitet. In einer Ausstellung ab ca. Mitte September 2017 werden diese präsentiert und Ende September von der Bewertungskommission beraten. In Kürze werden hierzu Informationen und die Einladung zur Ausstellung veröffentlicht.



Rückblick: Aufstellungsbeschluss für Zähringen Nord

Um die Fläche Zähringen Nord zu entwickeln, bedarf es eines Bebauungsplans, der die genaue Flächenabgrenzung und baulichen Vorgaben definiert. Dessen Aufstellung hat der Bauausschuss am 3. Mai 2017 beschlossen.

Derzeit liegen für weite Teile innerhalb des Plangebietes zwar Bebauungspläne vor; allerdings ist auf deren Grundlage keine Wohnbebauung möglich. Aufgrund des dringenden Bedarfs an neuen Wohnbauflächen ist folglich die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans erforderlich. Mehr Informationen dazu in der Drucksache BA-17/005



Rückblick: Begehungen der ProWo-Flächen durch Gutachterbüros für Umweltbelange

Im Rahmen der Flächenprüfung werden verschiedene Firmen die Flächen im Jahr 2017 begehen, um Informationen zu Umweltbelangen zu gewinnen. Zu diesen Belangen zählen, je nach Relevanz für die einzelne Fläche, z.B. Tiere, Pflanzen, Biotope, Boden, Wasser, Klima, Lärm, Luftschadstoffe oder Erschütterungen. Die gewonnenen Informationen sind wichtig für die Prüfung der Umweltbelange der Flächen.



Rückblick: Besonderes Vorkaufsrecht der Gemeinde ist rechtskräftig

Im Dezember 2016 sind die  Vorkaufssatzungen (Vorkaufsrecht) für die Gebiete Zähringen Nord und Kappler Straße Littenweiler mit der Bekanntgabe im Amtsblatt rechtskräftig geworden. In beiden Gebieten ist ein Anteil der Flächen in Privateigentum.

Das Baugesetzbuch erlaubt die Begründung eines besonderen Vorkaufsrechts in Gebieten, in denen die Gemeinde eine städtebauliche Maßnahme in Betracht zieht. Im Fall einer Verkaufsabsicht des Eigentümers/der Eigentümerin an eine dritte Person oder Institution hat die Stadt nun die Möglichkeit, das Grundstück vorrangig zu erwerben. Somit kann der Ankauf der Flächen durch die Stadt Freiburg und damit die Umsetzung von städtebaulichen Planungen in Littenweiler und Zähringen erleichtert werden.

Rechtlich geregelt: Vorkaufssatzung

Zur Erläuterung: Der § 25 BauGB regelt die Voraussetzungen für das Erlassen einer Vorkaufssatzung:
§ 25 Besonderes Vorkaufsrecht
(1) Die Gemeinde kann
1. im Geltungsbereich eines Bebauungsplans durch Satzung ihr Vorkaufsrecht an unbebauten Grundstücken begründen;
2. in Gebieten, in denen sie städtebauliche Maßnahmen in Betracht zieht, zur Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung durch Satzung Flächen bezeichnen, an denen ihr ein Vorkaufsrecht an den Grundstücken zusteht.

Der Beschluss als Gemeinderats-Drucksache G-16/238
Die Bekanntmachung im Amtsblatt Ausgabe 686



Rückblick: Vermessungsarbeiten rund um ProWo-Flächen

Im Rahmen der Flächenprüfung wird das Vermessungsamt im Bereich der ProWo-Flächen „Mooswald West“, „Stühlinger-West“ und in Zähringen Vermessungsarbeiten durchführen. Hierbei werden auch die angrenzenden Straßenanschlüsse und Grundstücksgrenzen miteinbezogen. Die erhobenen Messdaten sind wichtige Grundlage für die Vergabe technischer Gutachten. Im Vorfeld zu den eigentlichen Vermessungsarbeiten werden an verschiedenen Stellen Markierungen angebracht, die dem Vermessungsteam zur Orientierung dienen.



Kontakt

Projektgruppe
Neue Wohnbauflächen
(ProWo)
Dezernat V
Stadtplanungsamt
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg

ProWo@stadt.freiburg.de

Projektleiter
Dirk Lohaus
Tel. 0761/2 01-4121


Neue Projektleitung der ProWo

Neuer Projektleiter ist Dirk Lohaus. Er löst Babette Köhler ab, welche die Projektgruppe seit Ende 2015 aufbaute und die Leitung der Abteilung Stadtentwicklung übernimmt.


Tiere und Lebensräume melden

Wenn Sie Tiere oder Lebensräume auf den ProWo-Flächen finden, können Sie Ihre Beobachtungen hier online registrieren. Die Ergebnisse werden an die Umwelt-Gutachter weitergegeben.


Downloads

Bauausschuss vom 3.5.2017:
Bebauungsplan Zähringen Nord
Vorlage BA-17/005

Erläuterungspapier
Neue Wohnbauflächen (1,452 MB)

Gemeinderatssitzung vom 15.11.2016:
Vorkaufssatzungen für Zähringen-Nord und Littenweiler
Vorlage G-16/238

Gemeinderatssitzung vom 18.10.2016:
Aktueller Stand neue Wohnbauflächen
Vorlage G-16/177

Gemeinderatssitzung vom 21.6.2016:
Kooperatives städtebauliches Entwicklungsverfahren Zähringen-Nord
Vorlage G-16/088

Gemeinderatssitzung vom 10.5.2016:
Aufstellungsbeschluss Stühlinger West
Vorlage G-16/062

Gemeinderatssitzung vom 15.12.2015:
Neue Wohnbauflächen
Vorlage G-15/218


Weiterführende Informationen

Kommunales Handlungsprogramm Wohnen in Freiburg
www.freiburg.de/wohnprogramm