Verfahrensbeschreibungen

Kampfmittelbeseitigungsdienst beauftragen

Auf Grundstücken können Sie Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg finden, z.B. nicht explodierte Granaten oder Bomben.

Vermuten oder finden Sie Kampfmittel auf Ihrem Grundstück, müssen Sie sie sachgemäß entfernen lassen. 

Die Suche nach und die Bergung von Kampfmitteln müssen Sie als Grundstückseigentümerin oder Grundstückseigentümer selbst veranlassen.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst kann Ihr Grundstück im Rahmen einer Luftbildauswertung auf ein mögliches Vorhandensein von Kampfmitteln überprüfen. Dabei werden aus dem zweiten Weltkrieg gefertigte Luftbildaufnahmen der amerikanischen und britischen Luftwaffe gesichtet und ausgewertet.

Außerdem übernimmt der Kampfmittelbeseitigungsdienst im Rahmen seiner Kapazität die Beratung über vermutete Kampfmittel sowie die Suche und Bergung von Kampfmitteln.

Zuständige Stelle

für das gesamte Land Baden-Württemberg: das Regierungspräsidium Stuttgart

Voraussetzungen

keine

Verfahrensablauf

Sie müssen beauftragen: 

  • Überprüfung Ihres Grundstücks auf Kampfmittelbelastung (Luftbildauswertung)
  • Beseitigung vorhandener Kampfmittel (Beratung, Suche und Bergung)

Fristen

keine

Erforderliche Unterlagen

Um eine Luftbildauswertung zu beantragen, benötigen Sie:

Das Auftragsformular finden Sie auch auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Stuttgart.

Kosten

Es entstehen Ihnen Kosten für:

  • Luftbildauswertung,
  • Beratung,
  • Suche und Bergung der Kampfmittel.

Die Kostensätze können Sie in nachfolgenden Entgelttabellen nachlesen:

Für Sie kostenfrei sind:

  • Entschärfung von Kampfmitteln
  • Beförderung geborgener Kampfmittel
  • Vernichtung von Kampfmitteln einschließlich der Verwertung des dabei angefallenen Materials

Die Kostenfreiheit gilt nicht auf bundeseigenen Liegenschaften.

Bearbeitungsdauer

Aufgrund des sehr hohen Antragsaufkommens beträgt die Bearbeitungszeit derzeit etwa 30 Wochen. Sehen Sie in dieser Zeit von Sachstandsanfragen ab, um eine reibungslose Abarbeitung der Anträge zu ermöglichen.

Formulare und Onlinedienste

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat dessen ausführliche Fassung am 16.03.2017 freigegeben.