Verfahrensbeschreibungen

Ausbildungsförderung für Aufstiegs-BAföG (AFBG) beantragen

Für Ihre berufliche Fortbildung können Sie finanzielle Unterstützung („Aufstiegs-Bafög“) erhalten.

Die Förderung bezieht sich auf

  • alle Berufsbereiche einschließlich der Gesundheits- und Pflegeberufe und die Erzieherausbildung in Baden-Württemberg) swie
  • alle Zeitmodelle (Vollzeit, Teilzeit, mediengestützt oder Fernunterricht).

Ausnahmen sind möglich.

Mit Leistungen nach dem AFBG werden Sie gefördert, wenn Sie sich auf einen der folgenden Fortbildungsabschlüsse vorbereiten:

  • Handwerksmeister
  • Industriemeister
  • Erzieher
  • Techniker
  • Fachkaufmann
  • Betriebswirt/in oder
  • auf eine von mehr als 700 vergleichbaren Qualifikationen.

Hinweis: Auch Bacherlorabsolventinnen oder-absolventen, die zusätzlich eine Aufstiegsforbildung ansteben und die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen, können eine AFBG-Förderung erhalten..

Eine Altersgrenze besteht nicht.

Förderungshöchstdauer

Für eine Fortbildung:

  • in Vollzeit: höchstens 24 Monate
  • in Teilzeit: höchstens 48 Monate
  • die in Kursabschnitten und nicht als zusammenhängender Kurs stattfindet, liegt der maximale Zeitrahmen bei
    • Vollzeitmaßnahmen: 36 Monate
    • Teilzeitmaßnahmen: 48 Monate

Die Abschnitte müssen Sie innerhalb eines bestimmten Zeitraumes durchlaufen.

Wenn Sie Abschnitte abwechselnd in Vollzeit und Teilzeit wahrnehmen, legt die zuständige Behörde die Förderungshöchstdauer und den maximalen Zeitrahmen individuell fest.

Wenn Sie die Fortbildung unterbrechen oder abbrechen, müssen Sie die zuständige Stelle sofort unterrichten. Sonst drohen förderrechtliche Konsequenzen.

Höhe der Leistungen

  • Lehrgangs- und Prüfungsgebühren in tatsächlich anfallender Höhe, höchstens jedoch 15.000 Euro, unabhängig vom Einkommen und Vermögen
    Davon erhalten Sie 40 Prozent als Zuschuss, den Rest als zinsgünstiges Bankdarlehen. Das Darlehen ist während der Fortbildung und danach zwei Jahre, insgesamt höchstens sechs Jahre, zins- und tilgungsfrei.
  • Für die Erstellung der fachpraktischen Arbeit im Handwerk (Prüfungsstück) sowie vergleichbarer Arbeiten in anderen Wirtschaftsbereichen: bis zur Hälfte der notwendigen Kosten, höchstens jedoch bis zu 2.000 Euro,
    Davon erhalten Sie 40 Prozent als Zuschuss.
  • Teilnehmende an Vollzeitlehrgängen erhalten monatlich zusätzlich einen Beitrag zum Lebensunterhalt. Die Höhe ist abhängig von Ihrem Einkommen und Vermögen beziehungsweise dem Einkommen Ihres Ehemannes oder Ihrer Ehefrau bzw. Ihre Lebenspartners oder Ihrer Lebenspartnerin
    • Alleinstehende ohne Kind: höchstens 682 Euro
    • Alleinerziehende mit einem Kind: 917 Euro
      Der Kindererhöhungsbetrag für jedes Kind beträgt 235 Euro, davon werden 55 % als Zuschuss gewährt.
    • Verheiratete ohne Kind: 917 Euro
    • Verheiratete mit einem Kind: 1.152 Euro
      Der Kindererhöhungsbetrag für jedes Kind beträgt 235 Euro, davon werden 55 % als Zuschuss gewährt.
  • Alleinerziehende erhalten einen zusätzlichen Zuschuss von 130 Euro pro Kind als Kinderbetreuungskosten.

Voraussetzungen

Voraussetzungen für die Förderung sind:

  • förderungsfähiger Kurs
    Das sind Fortbildungen öffentlicher und privater Träger in Voll- und Teilzeitform, die fachlich gezielt auf öffentlich-rechtliche Fortbildungsprüfungen nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), der Handwerksordnung (HwO) oder auf gleichwertige Abschlüsse nach Bundes- oder Landesrecht vorbereiten. Der angestrebte berufliche Abschluss muss über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen - oder Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses liegen.
  • Häufig ist eine abgeschlossene Erstausbildung Voraussetzung für die Zulassung zur Fortbildungsprüfung. Gefördert wird nicht nur die erste Aufstiegsfortbildung, sondern generell eine Fortbildung. Sollten Sie bereits eine selbst finanzierte Aufstiegsfortbildung absolviert haben, besteht noch ein Förderungsanspruch.
  • Ausnahmsweise kann auch eine zweite, weitere Fortbildung gefördert werden. Dies ist der Fall, wenn Sie die notwendige Vorqualifikation erst durch den Abschluss einer ersten nach dem AFBG geförderten Maßnahme erreicht haben (Bsp.: Lehrgang zur Vorbereitung auf den/die Betriebswirt/in des Handwerks nach einer bereits geförderten Aufstiegsfortbildung zum Meister/in).
  • Sie
    • besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit oder
    • die eines EU-Mitgliedstaat oder eines EWR-Mitgliedstaates oder
    • besitzen keine dieser Staatsangehörigkeiten, haben aber eine Bleibeperspektive in Deutschland, z.B. wenn eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt vorliegt.

Verfahrensablauf

Die Förderung müssen Sie bei der zuständigen Stelle schriftlich beantragen. Die Antragsformulare können Sie persönlich, telefonisch oder schriftlich anfordern. Auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung stehen sie auch zum Download zur Verfügung.

Sie können den Antrag auch online stellen.

Sie erhalten einen schriftlichen Bescheid.

Das Land überweist den Zuschuss monatlich auf Ihr Konto. Bei Anspruch auf ein Darlehen erhalten Sie parallel zum Bewilligungsbescheid ein Darlehensangebot (Vertragsentwurf) der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Den Darlehensvertrag müssen Sie ausfüllen. Vergessen Sie nicht die Angaben zum Pass beziehungsweise Personalausweis oder legen Sie eine Kopie Ihres Ausweises bei. Mit Ihrer Unterschrift unter den Darlehensvertrag nehmen Sie die Konditionen an. Lassen Sie Ihre Unterschrift bei einer Bank bestätigen. Eine notarielle Beglaubigung ist nicht erforderlich. Trifft der unterschriebene Vertrag innerhalb der vorgesehenen Frist bei der KfW ein, ist der Darlehensvertrag zustande gekommen. Die Frist finden Sie im Bewilligungsbescheid.

Hinweis: Die im Bescheid genannten Darlehensbeträge sind Höchstbeträge. Wenn Sie keine Angaben machen, erhalten Sie den Höchstbetrag. Wünschen Sie einen niedrigeren Betrag, geben Sie diesen bitte an.

Im weiteren Verlauf ist die Kreditanstalt für Sie zuständig (z.B. Abschluss des Vertrags, Ratenzahlung, Rückforderung). Nähere Informationen zu Auszahlung, Zinsen und Rückzahlung erfahren Sie bei der KfW.

Erforderliche Unterlagen

  • Nachweis über ein eigenes Einkommen und Vermögen sowie über das Einkommen Ihres Ehemannes oder Ihrer Ehefrau (nur bei Vollzeitmaßnahmen)

Die zuständige Stelle kann weitere Unterlagen verlangen.

Sonstiges

Die Förderungen beziehen sich auf Aufstiegsfortbildungen in Deutschland.

Aufstiegsfortbildungen, die ganz oder teilweise im EU-Ausland stattfinden, können ebenfalls gefördert werden. Voraussetzung ist unter anderem, dass diese aufgrund von Kooperationsvereinbarungen durchgeführt werden. Dazu zählen beispielsweise Lehrgänge, die außer auf ein deutsches auch auf ein entsprechendes Ausbildungsziel eines anderen EU-Mitgliedstaates vorbereiten.

Online-Verfahren


Aufstiegs-BAföG eAntrag
Sie haben die Möglichkeit, Ihren Auftsiegs-BAföG eAntrag online auszufüllen (Schritt 1) und uns den Antrag dann wie folgt zukommen zu lassen:
• klassisch per Post (Schritt 2) oder
• digital per De-Mail (ab Schritt 3)

Was ist nicht De-Mail?
Ihre eMail-Adresse hat z. B. die Endung: .de, .net, .com usw.
Wenn Sie uns eine „normale“ eMail (gmx, web.de, t-online, live usw.) senden, handelt es sich nicht um eine zuverlässige und vertrauliche Kommunikation. Antragsunterlagen haben somit keine Rechtsgültigkeit.

Was ist De-Mail?
Ihre De-Mail-Adresse hat die Endung: .de-mail.de
Der De-Mail Postfach- und Versanddienst ist der zentrale Dienst von De-Mail. Er gewährleistet zuverlässige und vertrauliche Kommunikation.
Mit De-Mail werden elektronische Nachrichten verschlüsselt, geschützt und nachweisbar ver-schickt. Das geht so einfach wie mit einer „normalen“ E-Mail. Im Gegensatz dazu können bei der De-Mail aber sowohl die Identität der Kommunikationspartner als auch der Versand und der Eingang von De-Mails jederzeit zweifelsfrei nachgewiesen werden. Die Inhalte einer De-Mail können auf ihrem Weg durchs Internet nicht mitgelesen oder gar verändert werden. Abgesicherte Anmeldeverfahren und Verbindungen zu den De-Mail-Anbietern sorgen ebenso wie verschlüsselte Transportwege zwischen den De-Mail-Anbietern für einen vertraulichen Versand und Empfang von De-Mails.


Wo bekomme ich meine De-Mail?
Informationen erhalten Sie hier oder fragen Sie Ihren Anbieter.


Und so funktioniert der Aufstiegs-BAföG-eAntrag:

Schritt 1: eAntrag ausfüllen

  • rufen Sie die Website zum Aufstiegs-BaföG eAntrag auf
  • füllen Sie die vorgegebenen Felder sorgfältig und vollständig aus
  • die Plausibilitätsprüfung stellt dabei sicher, dass keine Angaben vergessen werden
  • Sie können den Vorgang auf Ihrem PC jederzeit zwischenspeichern und später fortsetzen
  • lesen Sie die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung dieses Services


Schritt 2: eAntrag ausdrucken und unterschrieben per Post schicken

  • Nachdem Sie alle Angaben gemacht haben, drucken Sie den eAntrag bitte vollständig aus und schicken uns die unterschriebenen Formulare per Post zu. Fügen Sie bitte alle Unterlagen bei, die angezeigt werden.

Hinweis: Falls Sie an einer Hochschule o. ä. studieren, liegt die Zuständigkeit beim jeweiligen Studierendenwerk (z. B. Freiburg, Mannheim, Heidelberg, Berlin, Augsburg). Den Antrag bitte dort einreichen.


Schritt 3: eAntrag komfortabel digital per De-Mail senden (ohne Unterschrift)

  • Sie können uns Ihren BAföG-Antrag komfortabel mit De-Mail ohne Unterschrift auf elektronischem Weg zusenden.
  • Achtung: Die Kommunikation zwischen Ihnen und uns erfolgt ausschließlich über De-Mail. Schauen Sie daher regelmäßig in Ihr De-Mail-Postfach.

Hinweis: Sie benötigen hierzu einen eigenen De-Mail-Account. Versenden Sie die De-Mail mit Absenderbestätigung (Anmeldung mit Authentisierungsniveau "hoch" und / oder "vertraulich/persönlich").


Schritt 4: Nachdem Sie alle Angaben gemacht haben,

  • speichern Sie den ausgefüllten eAntrag als PDF auf Ihrem PC ab
  • laden Sie den eAntrag als Anlage zur De-Mail hoch
  • fügen Sie alle Unterlagen/Nachweise als Scan bei
  • senden Sie die De-Mail an ausbildungsfoerderung@stadt.freiburg.de-mail.de
  • Achtung: Falls Unterlagen von Ehegatte/Lebenspartner/Vater/Mutter per De-Mail verschickt werden, muss dies zwingend aus dem jeweiligen De-Mail-Account des Ehegatten/Lebenspartner/Vater/Mutter erfolgen (Sie können also z. B. nicht die Unterlagen Ihres Vaters über Ihren De-Mail-Account senden). Ggf. klassisch per Post einreichen.

Hinweis: Die DE-mail-Adresse dient nur der elektronischen Antragstellung gemäß § 19 AFBG. Für alle anderen Verfahrenshandlungen ist der Zugang per De-Mail nicht eröffnet.

Hier geht's zum eAntrag.

Formulare und Onlinedienste