Verfahrensbeschreibungen

Abbruch einer baulichen Anlage beantragen

Unter Abbruch ist die teilweise oder vollständige Beseitigung einer baulichen Anlage zu verstehen. Somit fällt darunter bereits auch das Entfernen einzelner Teile einer baulichen Anlage.

Soweit der Abbruch von Anlagen nicht bereits verfahrensfrei ist, kommt beim Abbruch das Kenntnisgabeverfahren in Betracht.

Der Abbruch ist verfahrensfrei bei

  • Anlagen, die nach § 50 Absatz 1 in Verbindung mit dem Anhang zu § 50 Absatz 1 der Landesbauordnung für Baden-Württemberg verfahrensfrei sind,
  • freistehenden Gebäuden der Gebäudeklassen 1 und 3
  • sonstigen Anlagen, die keine Gebäude sind, mit einer Höhe bis zu 10 m.

Bitte beachten Sie, dass auch verfahrensfreie Vorhaben den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entsprechen müssen.

Voraussetzungen

  1. Verfahrensfreie Vorhaben dürfen ohne Genehmigung entfernt werden.
  2. Ist Ihr Vorhaben nicht verfahrensfrei, muss der Abbruch im Kenntnisgabeverfahren beantragt werden.

Verfahrensablauf

Falls Ihr Abbruchvorhaben nicht verfahrensfrei ist, müssen Sie den Abbruch im Kenntnisgabeverfahren beantragen. Nutzen Sie hierfür das Formular "Abbruch baulicher Anlagen im Kenntnisgabeverfahren" und die sonstigen Vorlagen. Das Formular liegt in Ihrer Gemeinde aus oder steht im Internet auch zum Herunterladen zur Verfügung. Zeitgleich mit diesem Antrag müssen Sie auch den ausgefüllten Erhebungsbogen für die Statistik über die Bautätigkeit einreichen.

Beim Kenntnisgabeverfahren reicht der Antragssteller die Vorlagen zum Abbruch bei der Gemeinde ein, in der das Abbruchgrundstück liegt. Die Gemeinde prüft innerhalb von fünf Arbeitstagen, ob die eingereichten Vorlagen vollständig sind. Sind die Unterlagen vollständig, erhalten Sie innerhalb von fünf Arbeitstagen eine Eingangsbestätigung. Sind die Unter-lagen nicht vollständig oder steht ein sonstiges Hindernis entgegen, erhalten Sie hierüber eine Nachricht.

Die Gemeinde benachrichtigt die Eigentümer der an das Abbruchgrundstück angrenzenden Grundstücke (Angrenzer) innerhalb von fünf Arbeitstagen ab dem Eingang der vollständigen Unterlagen. Damit erhalten diese die Gelegenheit, innerhalb von zwei Wochen ihre Einwendungen und Bedenken zum Abbruch vorzubringen. Eigentümer benachbarter Grundstücke, die nicht direkt an das Abbruchgrundstück angrenzen (sonstige Nachbarn), können ebenfalls benachrichtigt werden.

Haben alle Angrenzer und sonstigen Nachbarn schriftlich zugestimmt, dürfen Sie zwei Wochen nach Eingang der vollständigen Vorlagen bei der Gemeinde mit dem Abbruch beginnen. Bringt einer der Benachrichtigten seine Bedenken vor, leitet die Gemeinde diese unverzüglich an die Baurechtsbehörde weiter, die diese Bedenken überprüft und die jeweiligen Benachrichtigten über das Ergebnis der Überprüfung unterrichtet. In diesem Fall dürfen Sie in der Regel einen Monat nach Eingang der vollständigen Vorlagen bei der Gemeinde mit dem Abbruch beginnen.

Fristen

Keine

Erforderliche Unterlagen

  • Antragsformular Abbruch baulicher Anlagen
  • Lageplan (Maß 1:500)
  • Angabe von Lage und Nutzung der abzubrechenden Anlage
  • Statistischer Erhebungsbogen

Kosten

Die Gebühren richten sich nach der jeweils gültigen Verwaltungsgebührensatzung der Gemeinde.

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Die Stadt Freiburg hat diesen am 18.05.2016 freigegeben.