Verfahrensbeschreibungen

Baugenehmigung und Bauantrag

Handelt es sich bei dem von Ihnen geplanten Vorhaben um ein genehmigungspflichtiges Vorhaben, müssen Sie einen Antrag auf Baugenehmigung stellen. Die Baugenehmigung erlischt, wenn Sie nicht innerhalb von drei Jahren nach der Erteilung der Genehmigung mit der Bauausführung beginnen oder wenn sie drei Jahre unterbrochen worden ist. Die Frist kann mit einem schriftlichen Antrag um jeweils bis zu drei Jahre verlängert werden.

Voraussetzungen

  • genehmigungspflichtiges Bauvorhaben
  • dem Vorhaben dürfen keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegenstehen

Verfahrensablauf

Als Bauherr müssen Sie den Bauantrag mit allen erforderlichen Bauvorlagen beim Beratungszentrum Bauen einreichen. Sie benötigen den Vordruck "Antrag auf Baugenehmigung" und die sonstigen Bauvorlagen. Das Formular steht als Download zur Verfügung.



Hinweis: Der Bauantrag muss von Ihnen als Bauherr und vom Planverfasser (in der Regel ein Architekt oder Bauingenieur), die Bauvorlagen nur vom Planverfasser unterschrieben werden. Die von einem Sachverständigen erstellten Bauvorlagen müssen von diesem unterschrieben sein. Zeitgleich mit diesem Antrag müssen Sie auch den ausgefüllten Erhebungsbogen für die Statistik über die Bautätigkeit einreichen. Nach Eingang des Bauantrags mit den Bauvorlagen bei der Baurechtsbehörde, prüft diese innerhalb von zehn Arbeitstagen, ob die Bauvorlagen vollständig sind und welche anderen Ämter und Dienststellen am Verfahren beteiligt werden müssen. Sind die Bauvorlagen unvollständig, teilt Ihnen die Baurechtsbehörde mit, welche Ergänzungen erforderlich sind. Sobald der Bauantrag und die Bauvorlagen vollständig sind, wird Ihnen der voraussichtliche Zeitpunkt der Entscheidung über Ihren Antrag schriftlich mitgeteilt.



Hinweis: Die Eigentümer der an das Baugrundstück angrenzenden Grundstücke (Angrenzer) werden von dem Eingang des Bauantrages benachrichtigt. Gleichzeitig erhalten die Angrenzer die Gelegenheit, innerhalb von zwei Wochen die Bauvorlagen einzusehen und Einwendungen zu dem Bauvorhaben vorzubringen. Die Baurechtsbehörde prüft den Bauantrag auf Übereinstimmung mit den einschlägigen öffentlichrechtlichen Vorschriften und hört die Stellen, deren Aufgabenbereich berührt werden. Wenn sämtliche Stellungnahmen vorliegen, erfolgt die Entscheidung über den Bauantrag. Mit der Ausführung des Vorhabens dürfen Sie erst beginnen, wenn die Baugenehmigung vorliegt und der Baufreigabeschein, der sogenannte "Rote Punkt", erteilt wurde. Eine Bauabnahme erfolgt nicht in jedem Falle, sondern nur dann, wenn die Baurechtsbehörde dies ausdrücklich angeordnet hat.



Hinweis: Feuerungsanlagen dürfen erst nach Bescheinigung der Brandsicherheit und der sicheren Abführung der Verbrennungsgase durch den Bezirksschornsteinfegermeister in Betrieb genommen werden.

Fristen

Die Dauer des Verfahrens hängt vom Einzelfall ab, insbesondere davon, welche Stellen beteiligt werden müssen. In der Regel dauert das Verfahren vier Monate.

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag auf Baugenehmigung
  • Baubeschreibung (Formular Baubeschreibung)
  • Lageplan (Formular für den schriftlichen Teil des Lageplans)
  • eventuell Angaben zu gewerblichen Anlagen (Vordruck)
  • technische Angaben zu Feuerungsanlagen (Vordruck)
  • eventuell bautechnische Nachweise (bei bautechnischer Prüfung)
  • Bauzeichnungen
  • Darstellung der Grundstücksentwässerung
  • Erhebungsbogen für die Statistik über die Bautätigkeit im Hochbau

in mindestens zweifacher Ausfertigung



Hinweis: Sie müssen die Bauvorlagen grundsätzlich in mindestens zweifacher Ausfertigung einreichen. Liegt das Baugrundstück in einem der eingemeindeten Ortsteile, sind die Bauvorlagen in dreifacher Ausfertigung einzureichen. Ist für die Prüfung des Bauantrags die Beteiligung anderer Behörden oder Dienststellen erforderlich, kann die Baurechtsbehörde die Einreichung weiterer Ausfertigungen verlangen. Sie können zur Beschleunigung des Verfahrens beitragen, wenn Sie bei komplizierten - durch mehrere Fachbehörden zu prüfenden - Anträgen die Bauvorlagen gleich in fünf- oder sechsfacher Ausfertigung einreichen.

Kosten

Nach der Neuregelung des Landesgebührenrechts bemessen sich die Gebühren nach den in den jeweiligen Satzungen oder Rechtsverordnungen der unteren Baurechtsbehörden festgelegten Sätzen.

Bearbeitungsdauer

Die Dauer des Verfahrens hängt vom Einzelfall ab, insbesondere davon, welche Stellen beteiligt werden müssen. In der Regel dauert das Verfahren vier Monate.

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit der fachlich zuständigen Stelle. Die Stadt Freiburg hat ihn am 14.10.2016 freigegeben.