THH 14 Amt für Wohnraumversorgung

In Freiburg gibt es aufgrund der relativ hohen Mieten, des immer noch statt findenden Bevölkerungswachstums und des im Vergleich geringen verfügbaren Einkommens, nach wie vor Bedarf an preisgünstigem Wohnraum. Die Stadt muss sich verstärkt mit diesem Thema befassen. Ziel ist dabei die Unterstützung von Haushalten, die sich auf dem Wohnungsmarkt - zumeist auf Grund unzureichender finanzieller Ressourcen - nicht oder nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können, wobei die kommunale Wohnungspolitik Fördermaßnahmen für alle Formen des Wohnens ermöglichen soll.

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Der Anwendungsbereich ist in Freiburg bewusst weit gefasst, ohne jedoch die soziale Orientierung aus den Augen zu verlieren. Die städtische Förderung umfasst

  • Familien
  • sonstige Haushalte mit Kindern
  • Alleinstehende
  • Schwangere
  • junge kinderlose Haushalte
  • Seniorinnen und Senioren
  • behinderte Menschen
  • Haushalte mit geringem Einkommen
  • Haushalte mit besonderen Schwierigkeiten bei der Wohnraumversorgung

Gleichrangig widmet sich das Amt gezielt der Wohnversorgung von Menschen mit besonderen Bedarfen, die (noch) am Rande der Gesellschaft leben, namentlich sind dies

  • wohnungslose Menschen sowie
  • Flüchtlinge

Diese beiden Zielgruppen tun sich auf dem engen Wohnungsmarkt besonders schwer. Und auf dem freien Wohnungsmarkt, der durch eine starke Nachfragekonkurrenz gekennzeichnet ist, ist eine „Selbstversorgung“ ohne institutionelle Hilfe nahezu unmöglich. Gleichzeitig hält das Amt ein breites und ausdifferenziertes Hilfesystem für wohnungslose Menschen bereit.

Wer von Verlust des Wohnraums bedroht ist, findet ebenso Unterstützung mit dem Ziel, den noch vorhandenen Wohnraum nicht zu verlieren.

Ferner zeichnet sich bereits seit 2012 - bedingt durch die Krisen in der Welt - ein starker Flüchtlingszuwachs ab. Die Vorhaltekapazitäten sind inzwischen erschöpft und reichen nicht mehr aus, um allen zugewiesenen Asylbegehrenden ein Dach zu bieten, wobei die Betreuung der schutzbedürftigen Menschen im Mittelpunkt steht.

Zugehörige Produktgruppen

Zugehörige Produktgruppen

Aufgabe der Stadt ist die Vermeidung unfreiwilliger Obdachlosigkeit. Haushalte und Einzelpersonen verlieren aus unterschiedlichsten Gründen ihre Wohnung.

Über den § 67 ff SGB XII haben Personen, bei denen besondere Lebensverhältnisse (z. B. Wohnungslosigkeit) mit sozialen Schwierigkeiten (z. B. Delinquenz, Sucht) verbunden sind, die Möglichkeit,...

Die Migrationsströme der vergangenen Jahrzehnte nach Freiburg machen es notwendig, sich professionell mit der Integration der Menschen in die Freiburger Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Die Stadt ist aufgrund verschiedener Rechtsgrundlagen für die Versorgung bedürftiger Menschen mit Unterkunftsplätzen verantwortlich.

Krankheit, Überschuldung, der Verlust des Arbeitsplatzes – die Gründe warum Menschen in Mietrückstände geraten sind vielfältig. Mietrückstände, welche zum Verlust der Wohnung führen sind häufig...

Die Sicherstellung einer adäquaten Wohnraumversorgung für breite Schichten der Freiburger Bevölkerung ist eine der Kernaufgaben des Amtes. Die Förderung des Mietwohnungsbaus sowie des...

Personal

Anzahl StellenBeamtinnen/ BeamteBeschäftigteGesamt 2013/2014Beamtinnen/ BeamteBeschäftigteGesamt 2015/2016
Amt für Wohnraumversorgung20,5039,5060,0021,00 48,2569,25

Ausblick

Der Freiburger Wohnungsmarkt ist seit Jahren gekennzeichnet von knappen Angebotsressourcen und einem deutlichen Nachfrageüberhang. Die in jüngerer Vergangenheit explosiv ansteigende Zahl von Flüchtlingen, Wohnungsnotfällen und wohnungslosen Menschen hat die Situation zusätzlich verschärft. Die bisher geschaffenen Ressourcen werden nicht mehr zur Versorgung aller Haushalte ausreichen.

Die Erhaltung bestehender und die Schaffung zusätzlicher Unterkunftskapazitäten, aber auch der Ausbau des geförderten Wohnraumes, wird deshalb einen wesentlichen Aufgabenschwerpunkt im Amt für Wohnraumversorgung darstellen. Im Zentrum des Handelns wird deshalb die signifikante Ausweitung des Wohnungsangebotes stehen.  Sowohl kurz- und mittelfristig als auch perspektivisch arbeitet das Amt dezernatsübergreifend an der Verbesserung der sozialen Wohnversorgungslage in der Stadt.